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Augen & Sehkraft

Augenschmerzen

Augenschmerzen sind ein häufiges Symptom mit einem sehr breiten Spektrum möglicher zugrunde liegender Ursachen, das von harmlosen, oberflächlichen Reizungen der Augenoberfläche bis hin zu ernsten, dringend behandlungsbedürftigen Erkrankungen des Auges oder umliegender Strukturen reichen kann. Die genaue Art und Qualität der Schmerzen, etwa ob es sich um ein oberflächliches Brennen, ein tiefer sitzendes, dumpfes Druckgefühl oder einen stechenden, plötzlich einsetzenden Schmerz handelt, sowie mögliche Begleitsymptome liefern wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache. Aufgrund der Vielfalt möglicher Ursachen und der potenziellen Ernsthaftigkeit mancher zugrunde liegender Erkrankungen sollten anhaltende oder besonders ausgeprägte Augenschmerzen stets sorgfältig augenärztlich abgeklärt werden.

Ursachen

Augenschmerzen können durch zahlreiche unterschiedliche Ursachen entstehen. Häufige, meist harmlosere Ursachen sind oberflächliche Reizungen der Augenoberfläche, etwa durch trockene Augen, Fremdkörper, eine Bindehaut- oder Hornhautentzündung sowie eine falsch angepasste Kontaktlinse. Tiefer sitzende, dumpfere Schmerzen können auf eine Entzündung im Augeninneren, etwa eine Iridozyklitis, oder auf einen akut erhöhten Augeninnendruck im Rahmen eines Glaukomanfalls hinweisen, der eine dringend behandlungsbedürftige Notfallsituation darstellt. Auch Erkrankungen außerhalb des eigentlichen Auges, etwa eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, Kopfschmerzerkrankungen wie Migräne oder eine Überanstrengung der Augen bei intensiver Bildschirmarbeit, können sich als Augenschmerzen bemerkbar machen.

Symptome

Die Art der Augenschmerzen liefert wichtige diagnostische Hinweise: Oberflächliche, brennende oder kratzende Schmerzen, oft verbunden mit einem Fremdkörpergefühl, deuten meist auf eine Reizung oder Erkrankung der Augenoberfläche hin. Tiefer sitzende, dumpfe oder bohrende Schmerzen, die sich bei Berührung des Auges verstärken, können auf eine Entzündung im Augeninneren hinweisen. Plötzlich einsetzende, sehr starke Schmerzen in Kombination mit einer deutlichen Sehverschlechterung, Übelkeit und einem geröteten, harten Auge sind typisch für einen akuten Glaukomanfall und stellen einen augenärztlichen Notfall dar. Begleitsymptome wie Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit oder ein Krankheitsgefühl können zusätzliche Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache liefern.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine sorgfältige augenärztliche Untersuchung, bei der die Augenoberfläche, der vordere Augenabschnitt sowie der Augeninnendruck beurteilt werden, um zwischen den vielfältigen möglichen Ursachen zu unterscheiden. Eine genaue Anamnese zur Art, Dauer und Lokalisation der Schmerzen sowie zu möglichen Begleitsymptomen und Auslösern ist wichtiger Bestandteil der Abklärung. Bei Verdacht auf eine Ursache außerhalb des Auges, etwa eine Nasennebenhöhlenentzündung oder eine neurologische Kopfschmerzerkrankung, kann eine weiterführende Abklärung in der jeweiligen Fachrichtung sinnvoll sein. Bei plötzlich einsetzenden, starken Schmerzen mit Begleitsymptomen ist eine umgehende augenärztliche Notfalluntersuchung erforderlich.

Behandlung

Die Behandlung von Augenschmerzen richtet sich vollständig nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei oberflächlichen Reizungen können befeuchtende Augentropfen sowie die Beseitigung des auslösenden Reizes, etwa eines Fremdkörpers oder einer schlecht sitzenden Kontaktlinse, rasche Linderung verschaffen. Bei entzündlichen Erkrankungen im Augeninneren ist eine gezielte entzündungshemmende Behandlung notwendig. Ein akuter Glaukomanfall erfordert eine sofortige augenärztliche Notfallbehandlung zur Senkung des Augeninnendrucks. Liegt die Ursache außerhalb des Auges, etwa bei einer Nasennebenhöhlenentzündung oder Migräne, richtet sich die Behandlung nach der jeweiligen Grunderkrankung.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose von Augenschmerzen hängen vollständig von der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei harmlosen, oberflächlichen Reizungen klingen die Beschwerden nach Beseitigung des Auslösers und gegebenenfalls symptomatischer Behandlung in der Regel rasch und folgenlos ab. Bei ernsteren zugrunde liegenden Erkrankungen, etwa einem akuten Glaukomanfall oder einer schweren Entzündung im Augeninneren, ist eine rasche, gezielte Behandlung entscheidend, um bleibende Schäden am Auge zu vermeiden. Aufgrund der Vielfalt möglicher Ursachen und ihrer sehr unterschiedlichen Dringlichkeit ist eine sorgfältige augenärztliche Einordnung anhaltender oder ausgeprägter Augenschmerzen für eine gezielte, wirksame Behandlung von zentraler Bedeutung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wann sollten Augenschmerzen sofort ärztlich abgeklärt werden?

Plötzlich einsetzende, sehr starke Schmerzen mit Sehverschlechterung, Übelkeit und einem geröteten, harten Auge sollten umgehend augenärztlich abgeklärt werden, da dies auf einen Notfall wie einen Glaukomanfall hinweisen kann.

Können Augenschmerzen auch von außerhalb des Auges stammen?

Ja, Erkrankungen wie eine Nasennebenhöhlenentzündung, Migräne oder intensive Bildschirmarbeit können sich ebenfalls als Augenschmerzen bemerkbar machen.

Was deutet auf eine oberflächliche, meist harmlosere Ursache hin?

Oberflächliche, brennende oder kratzende Schmerzen mit Fremdkörpergefühl weisen meist auf eine Reizung oder Erkrankung der Augenoberfläche hin.

Welche Rolle spielt die genaue Schmerzqualität für die Diagnose?

Die Art des Schmerzes, ob oberflächlich brennend oder tief dumpf-bohrend, liefert wichtige Hinweise darauf, welche Struktur des Auges betroffen sein könnte, und lenkt die weitere Abklärung.

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