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Haut & Hautkrankheiten

Acanthosis Nigricans

Die Acanthosis nigricans ist eine Hautveränderung, bei der sich die Haut vor allem in Körperfalten wie Achselhöhlen, Nacken und Leistenbeuge verdickt, sich samtartig aufraut und eine graubraune bis schwarze Verfärbung annimmt. Sie ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Hautzeichen, das am häufigsten auf eine Insulinresistenz hinweist, gelegentlich aber auch Ausdruck einer ernsteren, zugrunde liegenden Erkrankung sein kann.

Ursachen

Die weitaus häufigste Ursache ist eine Insulinresistenz, wie sie bei Übergewicht, Typ-2-Diabetes oder dem polyzystischen Ovarialsyndrom vorkommt; die dabei erhöhten Insulinspiegel regen das Wachstum bestimmter Hautzellen an. Seltener entsteht die Acanthosis nigricans durch bestimmte Medikamente, hormonelle Störungen oder, insbesondere wenn sie sich rasch und ausgeprägt bei einem älteren Erwachsenen entwickelt, als Begleiterscheinung einer bösartigen Tumorerkrankung, meist im Magen-Darm-Bereich.

Symptome

Die betroffene Haut zeigt eine symmetrische, samtartige Verdickung mit graubrauner bis schwarzer Verfärbung, vor allem im Nacken, in den Achselhöhlen sowie in der Leistenbeuge. Die Veränderung entwickelt sich meist langsam über Monate und verursacht in der Regel keine Schmerzen, gelegentlich jedoch einen leichten Juckreiz. Bei der selteneren, tumorassoziierten Form kann sich die Hautveränderung ungewöhnlich schnell und ausgeprägt entwickeln.

Diagnostik

Die Diagnose wird meist bereits durch die charakteristische Blickuntersuchung der betroffenen Hautstellen gestellt. Da die häufigste Ursache eine Insulinresistenz ist, werden Blutzucker- und Insulinwerte sowie weitere Stoffwechselparameter bestimmt. Bei untypischem, raschem Verlauf, insbesondere bei älteren Erwachsenen ohne bekannte Stoffwechselstörung, wird zusätzlich nach einer möglichen zugrunde liegenden Tumorerkrankung gesucht.

Behandlung

Eine ursächliche Behandlung der Hautveränderung selbst existiert nicht, im Vordergrund steht die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache: Bei Insulinresistenz helfen Gewichtsreduktion, körperliche Bewegung und, falls notwendig, Medikamente zur Verbesserung der Insulinwirkung, worunter sich die Hautveränderung häufig bessert. Ist ein Medikament ursächlich, wird dieses nach Möglichkeit umgestellt. Bei einer zugrunde liegenden Tumorerkrankung steht deren Behandlung im Vordergrund.

Verlauf und Prognose

Wird die zugrunde liegende Insulinresistenz erfolgreich behandelt, bessert sich die Acanthosis nigricans bei einem großen Teil der Betroffenen deutlich, auch wenn dies mehrere Monate dauern kann. Bei der selteneren, tumorassoziierten Form hängt der Verlauf von der Behandelbarkeit der zugrunde liegenden Krebserkrankung ab. Da die Hautveränderung ein wichtiges Warnzeichen für eine Stoffwechselstörung sein kann, sollte sie stets ärztlich abgeklärt werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist die Acanthosis nigricans selbst gefährlich?

Nein, die Hautveränderung selbst ist harmlos, sie kann jedoch ein wichtiges Warnzeichen für eine zugrunde liegende Insulinresistenz oder, selten, eine ernstere Erkrankung sein.

Welche Ursache ist am häufigsten?

Eine Insulinresistenz, wie sie bei Übergewicht, Typ-2-Diabetes oder dem polyzystischen Ovarialsyndrom vorkommt.

Wann sollte man an eine Tumorerkrankung denken?

Wenn sich die Hautveränderung bei einem älteren Erwachsenen ohne bekannte Stoffwechselstörung ungewöhnlich schnell und ausgeprägt entwickelt.

Kann man die Hautveränderung direkt behandeln?

Eine ursächliche Behandlung der Haut selbst existiert nicht, im Vordergrund steht die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache, worunter sich die Haut häufig deutlich bessert.

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