Trypanosomiasis rhodesiensis (Ostafrikanische Schlafkrankheit)
Die Trypanosomiasis rhodesiensis ist die ostafrikanische Form der Schlafkrankheit, die durch den Stich infizierter Tsetsefliegen übertragen wird. Im Unterschied zur westafrikanischen Form verläuft sie deutlich rascher und kann bereits innerhalb weniger Wochen bis Monate lebensbedrohlich werden.
Ursachen
Die Übertragung erfolgt durch den Stich infizierter Tsetsefliegen, die den Parasiten Trypanosoma brucei rhodesiense übertragen. Wildtiere dienen als natürliches Erregerreservoir, weshalb vor allem Reisende und Einheimische in ostafrikanischen Wild- und Savannengebieten gefährdet sind.
Symptome
An der Einstichstelle entsteht oft eine schmerzhafte, knotige Schwellung, gefolgt von hohem Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und geschwollenen Lymphknoten. Im Unterschied zur westafrikanischen Form schreitet die Erkrankung rasch fort und kann bereits innerhalb weniger Wochen das Nervensystem mit Verwirrtheit, Schläfrigkeit und Bewusstseinsstörungen befallen.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt durch den mikroskopischen Nachweis der Parasiten im Blut, in der Lymphknotenflüssigkeit oder, bei Verdacht auf eine Beteiligung des Nervensystems, im Nervenwasser. Die Reiseanamnese mit Aufenthalt in ostafrikanischen Wildgebieten liefert entscheidende Hinweise.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt mit speziellen, gegen die Parasiten gerichteten Medikamenten, deren Auswahl vom Krankheitsstadium abhängt, insbesondere davon, ob bereits eine Beteiligung des Nervensystems vorliegt. Wegen des raschen Fortschreitens ist eine umgehende Behandlung entscheidend.
Verlauf und Prognose
Unbehandelt verläuft die Trypanosomiasis rhodesiensis wegen ihres raschen Fortschreitens innerhalb weniger Wochen bis Monate tödlich. Mit rechtzeitiger, stadiengerechter Behandlung ist die Prognose deutlich besser, wobei eine frühzeitige Diagnose angesichts des schnellen Verlaufs besonders entscheidend ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Ostafrikanische Schlafkrankheit: Ursachen, Symptome, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich diese Form von der westafrikanischen Schlafkrankheit?
Sie verläuft deutlich rascher und kann bereits innerhalb weniger Wochen bis Monate lebensbedrohlich werden.
Wie wird die Krankheit übertragen?
Durch den Stich infizierter Tsetsefliegen in ostafrikanischen Wild- und Savannengebieten.
Warum ist eine rasche Behandlung so wichtig?
Weil die Erkrankung unbehandelt innerhalb weniger Wochen bis Monate tödlich verlaufen kann.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Durch den mikroskopischen Nachweis der Parasiten im Blut, in der Lymphflüssigkeit oder im Nervenwasser.
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