Nervensystem (Überblick)
Das Nervensystem steuert Bewegung, Empfindung und die meisten unbewussten Körperfunktionen. Es gliedert sich grob in das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und das periphere Nervensystem (die Nerven im übrigen Körper).
Zentrales Nervensystem
Das Gehirn verarbeitet Sinneseindrücke, steuert bewusste Bewegungen und ist Sitz von Denken und Bewusstsein. Das Rückenmark verläuft geschützt durch die Wirbelsäule und leitet Signale zwischen Gehirn und Körper weiter — eine Verletzung der Wirbelsäule kann deshalb das Rückenmark schädigen und Lähmungen verursachen.
Peripheres Nervensystem
Von Gehirn und Rückenmark aus ziehen Nerven in den gesamten Körper und übermitteln motorische Befehle (an Muskeln) sowie sensible Reize (Berührung, Schmerz, Temperatur) in beide Richtungen. Das vegetative (autonome) Nervensystem steuert daneben unbewusste Vorgänge wie Herzschlag, Verdauung und Schwitzen.
Warum das für Erste Hilfe wichtig ist
Viele Notfälle — Schlaganfall, epileptischer Anfall, Schädel-Hirn-Trauma, Wirbelsäulenverletzung — betreffen unmittelbar das Nervensystem. Anzeichen wie Lähmung, Taubheit, Sprachstörung oder Bewusstseinsstörung deuten deshalb besonders dringlich auf eine Schädigung von Gehirn, Rückenmark oder Nerven hin.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Laienverständliche Erklärung des Nervensystems
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Können sich Nerven regenerieren?
Periphere Nerven können sich unter Umständen langsam regenerieren, Gehirn und Rückenmark dagegen nur sehr begrenzt — das macht schnelles Handeln bei Schlaganfall oder Wirbelsäulenverletzung besonders wichtig.
Was ist der Unterschied zwischen Gehirn und Rückenmark?
Das Gehirn verarbeitet und entscheidet, das Rückenmark leitet die Signale zwischen Gehirn und Körper weiter und steuert zusätzlich einfache Reflexe eigenständig.
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