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Vergiftungen

Toxische Wirkung von ätzenden Substanzen

Die toxische Wirkung ätzender Substanzen entsteht durch den Kontakt mit stark sauren oder alkalischen Stoffen, wie sie in vielen Haushalts- und Reinigungsmitteln, Entkalkern oder industriellen Chemikalien enthalten sind. Je nach Kontaktweg können Haut, Augen oder, bei versehentlichem Verschlucken, die Speiseröhre und der Magen schwer geschädigt werden.

Ursachen

Häufige Ursachen sind der unbeabsichtigte Kontakt mit Rohrreinigern, Entkalkern, Batteriesäure oder industriellen Laugen und Säuren, sei es über die Haut, die Augen oder durch versehentliches Verschlucken. Kinder sind besonders gefährdet, wenn ätzende Substanzen in Getränkeflaschen umgefüllt und unzugänglich aufbewahrt werden.

Symptome

Bei Hautkontakt kommt es zu Rötung, Schmerzen und, je nach Konzentration, zu tiefen Verätzungen mit Blasenbildung. Beim Verschlucken treten starke Schmerzen im Mund, Rachen und der Speiseröhre auf, begleitet von Schwellungen, die im schwersten Fall die Atemwege einengen können, sowie dem Risiko eines Durchbruchs der Speiseröhren- oder Magenwand.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit Angaben zur eingenommenen oder in Kontakt geratenen Substanz sowie die körperliche Untersuchung der betroffenen Bereiche. Bei Verschlucken einer ätzenden Substanz wird häufig eine Magenspiegelung durchgeführt, um das Ausmaß der Schädigung der Schleimhäute zu beurteilen.

Behandlung

Bei Hautkontakt steht das sofortige, ausgiebige Spülen mit Wasser im Vordergrund, ebenso bei Augenkontakt, gefolgt von rascher ärztlicher Vorstellung. Beim Verschlucken darf kein Erbrechen herbeigeführt werden, da dies die Speiseröhre ein zweites Mal schädigen würde; stattdessen ist eine umgehende Notfallbehandlung mit gegebenenfalls stationärer Überwachung erforderlich.

Verlauf und Prognose

Bei rascher, sachgerechter Erstversorgung und leichteren Verätzungen ist die Prognose meist gut. Schwere Verätzungen der Speiseröhre können jedoch zu bleibenden Vernarbungen und Verengungen führen, die spätere Schluckbeschwerden verursachen und wiederholte Behandlungen erfordern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die wichtigste Sofortmaßnahme bei Hautkontakt?

Sofortiges, ausgiebiges Spülen mit klarem Wasser.

Darf man nach dem Verschlucken einer ätzenden Substanz Erbrechen auslösen?

Nein, das würde die Speiseröhre ein zweites Mal schädigen und muss unbedingt vermieden werden.

Warum sind Kinder besonders gefährdet?

Weil ätzende Substanzen mitunter in Getränkeflaschen umgefüllt werden und dadurch versehentlich getrunken werden können.

Welche Spätfolge kann nach einer Verätzung der Speiseröhre auftreten?

Eine bleibende Vernarbung und Verengung, die Schluckbeschwerden verursacht.

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