Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Vergiftungen

Vergiftung durch Succinimide und Oxazolidine

Succinimide wie Ethosuximid und Oxazolidine sind Antiepileptika, die vor allem bei Absencen, einer Form der Epilepsie im Kindesalter, eingesetzt werden. Sie sind meist gut verträglich. Überdosierungen entstehen durch Einnahme durch Kinder oder Dosierungsfehler und wirken hauptsächlich dämpfend.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosierung, versehentliche Einnahme durch Kleinkinder, absichtliche Überdosierung und Wechselwirkungen mit anderen dämpfenden Medikamenten oder Alkohol. Leber- und Nierenschwäche verlangsamen die Ausscheidung.

Symptome

Typisch sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen und Gangunsicherheit. Bei hohen Mengen treten Verwirrtheit, Koma, Atemdämpfung und selten Blutbildveränderungen auf. Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut sind möglich.

Anzeige

Diagnostik

Wirkstoff, Menge und Zeitpunkt werden erfragt. Atmung, Bewusstsein, Blutbild, Leber- und Nierenwerte und der Wirkstoffspiegel werden kontrolliert.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel. Bei größeren Mengen Notruf 112 oder Giftnotruf wählen, kein Erbrechen auslösen. In der Klinik werden Atmung und Kreislauf gestützt, Aktivkohle gegeben und Beschwerden behandelt. Bei schwerer Vergiftung kann eine Blutwäsche den Wirkstoff entfernen.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung erholen sich die meisten Betroffenen vollständig. Vorbeugend gehören Medikamente kindersicher verwahrt und Dosierungen sorgfältig eingehalten.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Wofür wird Ethosuximid eingesetzt?

Vor allem bei Absencen im Kindesalter.

Gibt es ein Gegenmittel?

Nein, die Behandlung ist unterstützend.

Welche Zeichen deuten auf Überdosis hin?

Schläfrigkeit, Übelkeit, Schwindel und Gangunsicherheit.

Was tun bei Verdacht?

Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und die Packung bereithalten.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen