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Symptome

Singultus (Schluckauf)

Der Singultus, umgangssprachlich als Schluckauf bezeichnet, entsteht durch unwillkürliche, plötzliche und sich wiederholende Kontraktionen des Zwerchfells sowie der beteiligten Atemhilfsmuskulatur, die jeweils von einem raschen Verschluss der Stimmritze begleitet werden und dadurch das charakteristische, allgemein bekannte Schluckaufgeräusch erzeugen. In der weit überwiegenden Mehrheit der Fälle handelt es sich beim Singultus um ein harmloses, selbstlimitierendes Phänomen, das nach wenigen Minuten bis Stunden von selbst wieder abklingt und durch alltägliche, harmlose Auslöser wie hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder eine plötzliche Temperaturänderung ausgelöst wird. Ein über Tage bis Wochen anhaltender, hartnäckiger Singultus ist jedoch deutlich seltener und kann in solchen Fällen auf eine zugrunde liegende, ernstzunehmende Erkrankung des Nervensystems, des Brustkorbs oder des Verdauungstrakts hinweisen, weshalb eine über 48 Stunden anhaltende Beschwerdedauer eine gezielte ärztliche Abklärung erforderlich macht.

Ursachen

Der gewöhnliche, kurz anhaltende Singultus wird durch eine Reizung des für die Zwerchfellsteuerung zuständigen Nervs oder des Zwerchfells selbst ausgelöst, wobei alltägliche Auslöser wie hastiges oder übermäßiges Essen, der Konsum kohlensäurehaltiger Getränke, eine plötzliche Magenüberdehnung sowie eine rasche Temperaturänderung, etwa durch sehr heiße oder sehr kalte Speisen, am häufigsten verantwortlich sind. Ein hartnäckiger, über Tage bis Wochen anhaltender Singultus wird dagegen durch eine anhaltende Reizung des Zwerchfellnervs entlang seines gesamten Verlaufs vom Gehirn bis zum Zwerchfell verursacht, wobei mögliche Ursachen unter anderem eine Magenüberdehnung, eine Reizung des Zwerchfells durch benachbarte Organe des Brustkorbs oder Bauchraums, bestimmte Erkrankungen des zentralen Nervensystems sowie verschiedene Medikamente umfassen können. Auch Stoffwechselstörungen sowie ein übermäßiger Alkoholkonsum können einen anhaltenden Singultus begünstigen.

Symptome

Der Singultus äußert sich durch plötzliche, unwillkürliche, sich in kurzen Abständen wiederholende Kontraktionen des Zwerchfells, die von einem charakteristischen, kurzen Geräusch begleitet werden, das durch den gleichzeitigen, reflexartigen Verschluss der Stimmritze entsteht. Der gewöhnliche Singultus klingt in aller Regel innerhalb weniger Minuten bis Stunden von selbst wieder ab und verursacht abgesehen von der störenden Geräuschentwicklung selbst keine weiteren Beschwerden. Ein über 48 Stunden anhaltender, hartnäckiger Singultus kann dagegen erhebliche Beeinträchtigungen der Lebensqualität verursachen, insbesondere durch eine gestörte Nahrungsaufnahme, Schlafstörungen sowie Erschöpfung, und stellt zudem ein wichtiges Warnzeichen für eine mögliche zugrunde liegende Erkrankung dar, die je nach Ursache mit weiteren, spezifischen Begleitsymptomen einhergehen kann.

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Diagnostik

Bei einem gewöhnlichen, kurz anhaltenden Singultus ist keine weiterführende Diagnostik erforderlich, da es sich um ein harmloses, selbstlimitierendes Phänomen handelt, das keiner ärztlichen Abklärung bedarf. Bei einem hartnäckigen, über 48 Stunden anhaltenden Singultus wird dagegen eine sorgfältige ärztliche Anamnese sowie körperliche Untersuchung empfohlen, um mögliche zugrunde liegende Auslöser entlang des gesamten Verlaufs des Zwerchfellnervs zu identifizieren. Je nach klinischem Verdacht können eine Bildgebung des Brustkorbs sowie des Bauchraums, eine Blutuntersuchung zur Erfassung von Stoffwechselstörungen sowie, bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung des zentralen Nervensystems, eine Bildgebung des Gehirns zur weiteren Abklärung durchgeführt werden.

Behandlung

Der gewöhnliche, kurz anhaltende Singultus kann durch verschiedene einfache, weit verbreitete Hausmittel gelindert werden, die überwiegend darauf abzielen, den für die Zwerchfellsteuerung zuständigen Nerv durch eine gezielte Reizung, etwa durch das Anhalten der Atmung, das Trinken von Wasser in kleinen Schlucken oder ein plötzliches Erschrecken, zu beeinflussen, auch wenn die wissenschaftliche Wirksamkeit dieser traditionellen Methoden im Einzelnen nicht eindeutig belegt ist. Bei einem hartnäckigen, anhaltenden Singultus steht die gezielte Behandlung der identifizierten zugrunde liegenden Ursache im Vordergrund, wobei bei fortbestehenden, stark belastenden Beschwerden zusätzlich bestimmte, die Muskelkontraktionen dämpfende Medikamente eingesetzt werden können. In besonders hartnäckigen, therapieresistenten Fällen kann als letzte Behandlungsoption eine gezielte Betäubung des Zwerchfellnervs erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des gewöhnlichen Singultus ist ausgezeichnet, da die Beschwerden innerhalb weniger Minuten bis Stunden von selbst folgenlos abklingen und keinerlei bleibende Beeinträchtigung hinterlassen. Die Prognose des hartnäckigen, anhaltenden Singultus hängt maßgeblich von der zugrunde liegenden Ursache ab, wobei sich die Beschwerden bei erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankung bei den meisten Betroffenen deutlich bessern oder vollständig zurückbilden. Bleibt die zugrunde liegende Ursache unerkannt oder unbehandelt, kann der hartnäckige Singultus über Wochen bis Monate anhalten und für die Betroffenen mit erheblichem Leidensdruck verbunden sein, weshalb eine konsequente Ursachenabklärung bei anhaltenden Beschwerden dringend empfohlen wird.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wann ist ein Singultus harmlos?

Wenn er nach wenigen Minuten bis Stunden von selbst wieder abklingt, was in der weit überwiegenden Mehrheit der Fälle zutrifft.

Ab welcher Dauer sollte ärztlicher Rat gesucht werden?

Wenn der Singultus länger als 48 Stunden anhält.

Was kann ein hartnäckiger Singultus bedeuten?

Er kann auf eine zugrunde liegende Erkrankung des Nervensystems, des Brustkorbs oder des Verdauungstrakts hinweisen.

Wie wird ein gewöhnlicher Schluckauf meist behandelt?

Mit einfachen Hausmitteln wie dem Anhalten der Atmung oder dem Trinken von Wasser in kleinen Schlucken.

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