Schlafwandeln (Somnambulismus)
Beim Schlafwandeln (Somnambulismus) steht eine schlafende Person auf und bewegt sich umher, ohne dabei wirklich wach zu sein. Es tritt wie die Nachtangst im Tiefschlaf auf und betrifft besonders häufig Kinder, kommt aber auch bei Erwachsenen vor.
Wie sich Schlafwandeln äußert
Die betroffene Person steht auf, geht umher, führt mitunter einfache Handlungen aus und wirkt dabei mit offenen, aber leeren Augen — sie reagiert nur eingeschränkt auf Ansprache und erinnert sich am nächsten Morgen meist nicht an das Geschehen.
Wer besonders betroffen ist
Schlafwandeln tritt am häufigsten im Kindes- und Jugendalter auf und verschwindet bei den meisten Betroffenen mit der Zeit von selbst — bei Erwachsenen seltener, hier kann es aber auch durch bestimmte Auslöser wie Schlafmangel oder Stress begünstigt werden.
Was Episoden begünstigen kann
Übermüdung, unregelmäßiger Schlaf, Fieber, manche Medikamente sowie eine familiäre Veranlagung erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Schlafwandel-Episoden.
Sicherheit im Vordergrund
Da Schlafwandelnde sich selbst gefährden können, etwa durch Stürze oder das Verlassen der Wohnung, sollten Türen und Fenster nachts gesichert, Stolperfallen entfernt und im Idealfall Bewegungs- oder Türsensoren eingesetzt werden, um Eltern oder Angehörige rechtzeitig zu wecken.
Wie man sich verhalten sollte
Die schlafwandelnde Person sollte behutsam zurück ins Bett geführt werden, ohne sie unnötig aufzuwecken — ein abruptes Wecken kann Verwirrung und Erschrecken auslösen, ist aber nicht gefährlich, sollte es unvermeidbar sein.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Schlafwandeln: Ursachen, Verlauf, Sicherheitsmaßnahmen
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist es gefährlich, eine schlafwandelnde Person zu wecken?
Nein, gefährlich ist es nicht, kann aber zu Verwirrung und Erschrecken führen — meist reicht es, die Person sanft zurück ins Bett zu führen.
Erinnert sich die Person am nächsten Morgen an das Schlafwandeln?
In der Regel nicht.
Wächst sich Schlafwandeln aus?
Bei den meisten Kindern und Jugendlichen verschwindet es mit zunehmendem Alter von selbst.
Wie kann man Verletzungen beim Schlafwandeln vorbeugen?
Durch gesicherte Türen und Fenster, entfernte Stolperfallen und gegebenenfalls Bewegungs- oder Türsensoren.
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