Schizophrenes Residuum
Das schizophrene Residuum ist ein chronisches Spätstadium der Schizophrenie, bei dem die akuten Wahnsymptome bereits weitgehend abgeklungen sind und stattdessen sogenannte Negativsymptome wie Antriebsarmut im Vordergrund stehen.
Ursachen
Nach mindestens einer durchgemachten akuten Phase der Schizophrenie mit Wahn und Halluzinationen kann sich im Verlauf ein chronisches Zustandsbild entwickeln, bei dem statt der akuten Symptome eine anhaltende Antriebs- und Interessenlosigkeit dominiert.
Symptome
Betroffene zeigen eine ausgeprägte Antriebsarmut, eine verflachte emotionale Ausdrucksfähigkeit, einen sozialen Rückzug sowie eine verminderte Aktivität, während ausgeprägte Wahnvorstellungen oder Halluzinationen meist nicht mehr im Vordergrund stehen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die psychiatrische Verlaufsbeobachtung gestellt, bei der eine vorausgegangene akute schizophrene Episode sowie das mindestens einjährige Vorherrschen der Negativsymptome erfasst werden.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer fortgeführten medikamentösen Behandlung sowie einer intensiven psychosozialen Rehabilitation, die auf die Aktivierung und Reintegration in den Alltag abzielt.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf ist häufig chronisch mit eingeschränkter Alltagsfunktionsfähigkeit. Mit einer konsequenten Rehabilitation lässt sich die Lebensqualität dennoch verbessern.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Schizophrenes Residuum: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist ein schizophrenes Residuum?
Ein chronisches Spätstadium der Schizophrenie mit im Vordergrund stehenden Negativsymptomen.
Welche Symptome stehen im Vordergrund?
Antriebsarmut, verflachte Emotionen und sozialer Rückzug.
Sind akute Wahnvorstellungen noch vorhanden?
Meist nicht mehr im Vordergrund, sie sind weitgehend abgeklungen.
Wie wird ein schizophrenes Residuum behandelt?
Durch fortgeführte Medikation und intensive psychosoziale Rehabilitation.
Weiterlesen
Multiple und bilaterale Syndrome der extrazerebralen hirnversorgenden Arterien
Gleichzeitige Durchblutungsstörung mehrerer, das Gehirn versorgender Arterien außerhalb des Schädels, mit ausgedehnten neurologischen Ausfällen.
Weiterlesen →Nervensystem & GehirnKrankhaft gesteigertes Schlafbedürfnis
Übermäßiges, über das normale Maß hinausgehendes Schlafbedürfnis mit ausgeprägter Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Nachtruhe.
Weiterlesen →Nervensystem & GehirnSpastische tetraplegische Zerebralparese
Schwerste Form der Zerebralparese mit ausgeprägter Muskelsteifigkeit aller vier Gliedmaßen durch eine frühkindliche Hirnschädigung.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.