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Augen & Sehkraft

Pupillenfunktionsstörungen

Pupillenfunktionsstörungen sind ein Sammelbegriff für Auffälligkeiten in Größe, Form, Symmetrie oder Reaktionsfähigkeit der Pupille auf Licht und Naheinstellung. Die Pupille, die durch die Regenbogenhaut gebildete zentrale Öffnung im Auge, reguliert normalerweise durch ihre Weite den Lichteinfall auf die Netzhaut und passt sich reflexartig an unterschiedliche Lichtverhältnisse sowie an die Naheinstellung des Auges an. Störungen dieser fein abgestimmten Funktion können vielfältige Ursachen haben und reichen von isolierten, meist harmlosen Normvarianten bis hin zu wichtigen Hinweiszeichen auf ernstzunehmende neurologische oder andere zugrunde liegende Erkrankungen, weshalb Pupillenauffälligkeiten in der medizinischen Untersuchung stets sorgfältig beachtet werden.

Ursachen

Pupillenfunktionsstörungen können durch eine Vielzahl unterschiedlicher Ursachen entstehen. Eine Schädigung der für die Pupillenreaktion zuständigen Nervenbahnen, etwa im Rahmen bestimmter neurologischer Erkrankungen, Hirnverletzungen oder Tumoren, kann zu einer gestörten Lichtreaktion oder einer Asymmetrie der Pupillenweite zwischen beiden Augen führen. Auch bestimmte Augenerkrankungen, etwa Entzündungen der Iris oder Verletzungen des Auges, können die Pupillenfunktion direkt beeinträchtigen. Bestimmte Medikamente sowie der Konsum verschiedener Substanzen können die Pupillenweite ebenfalls beeinflussen. Manche Pupillenauffälligkeiten sind angeboren/">angeboren und stellen harmlose, isolierte Normvarianten ohne zugrunde liegende Erkrankung dar.

Symptome

Pupillenfunktionsstörungen äußern sich durch verschiedene sichtbare Auffälligkeiten, etwa eine ungleiche Pupillenweite zwischen beiden Augen, eine verzögerte oder fehlende Reaktion der Pupille auf Lichteinfall, eine unregelmäßige Form der Pupille oder eine gestörte Anpassung bei der Naheinstellung des Blicks. Diese Auffälligkeiten werden von den Betroffenen selbst häufig nicht direkt bemerkt, sondern fallen meist im Rahmen einer augenärztlichen oder neurologischen Untersuchung auf. Je nach zugrunde liegender Ursache können begleitend weitere Symptome bestehen, etwa eine Sehbeeinträchtigung, Kopfschmerzen oder andere neurologische Auffälligkeiten, die wichtige zusätzliche diagnostische Hinweise liefern.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine sorgfältige augenärztliche und häufig ergänzend neurologische Untersuchung, bei der Größe, Form und Reaktionsfähigkeit beider Pupillen im direkten Seitenvergleich sowie unter verschiedenen Lichtbedingungen und bei Naheinstellung genau beurteilt werden. Die Erfassung des zeitlichen Verlaufs, möglicher Begleitsymptome sowie der Medikamenten- und Vorerkrankungsgeschichte ist wichtiger Bestandteil der Abklärung, um zwischen einer harmlosen Normvariante und einem Hinweiszeichen auf eine ernstzunehmende zugrunde liegende Erkrankung zu unterscheiden. Bei Verdacht auf eine neurologische Ursache ist häufig eine weiterführende bildgebende Untersuchung des Gehirns notwendig.

Behandlung

Die Behandlung von Pupillenfunktionsstörungen richtet sich vollständig nach der zugrunde liegenden Ursache. Handelt es sich um eine harmlose, isolierte Normvariante ohne zugrunde liegende Erkrankung, ist keine spezifische Behandlung notwendig. Liegt eine zugrunde liegende neurologische oder andere Erkrankung vor, steht deren gezielte Behandlung im Vordergrund, wodurch sich die Pupillenfunktionsstörung je nach Ursache bessern oder zumindest nicht weiter verschlechtern kann. Bei medikamenten- oder substanzbedingten Pupillenauffälligkeiten bildet sich die Störung nach Absetzen der auslösenden Substanz in der Regel von selbst zurück.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose von Pupillenfunktionsstörungen hängen vollständig von der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei harmlosen Normvarianten bleibt die Auffälligkeit meist lebenslang unverändert bestehen, ohne dass sich hieraus gesundheitliche Konsequenzen ergeben. Bei einer zugrunde liegenden behandelbaren Erkrankung kann sich die Pupillenfunktionsstörung mit erfolgreicher Behandlung der Ursache bessern. Bei fortschreitenden neurologischen Grunderkrankungen kann die Pupillenauffälligkeit hingegen als eines von mehreren Symptomen der zugrunde liegenden Erkrankung bestehen bleiben oder sich weiterentwickeln. Aufgrund der möglichen Bedeutung als Hinweiszeichen auf ernstzunehmende Erkrankungen ist eine sorgfältige Ursachenabklärung bei neu aufgetretenen Pupillenauffälligkeiten wichtig.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Sind unterschiedlich große Pupillen immer krankhaft?

Nicht immer, bei manchen Menschen besteht eine geringfügige, harmlose Ungleichheit der Pupillenweite als angeborene Normvariante ohne zugrunde liegende Erkrankung.

Warum werden Pupillenauffälligkeiten in der Medizin so sorgfältig beachtet?

Da Pupillenreaktionen über spezifische Nervenbahnen gesteuert werden, können Auffälligkeiten wichtige Hinweise auf neurologische oder andere ernstzunehmende Erkrankungen liefern.

Können Medikamente die Pupillenfunktion beeinflussen?

Ja, bestimmte Medikamente sowie der Konsum verschiedener Substanzen können die Pupillenweite beeinflussen, wobei sich diese Effekte nach Absetzen in der Regel zurückbilden.

Wann sollte eine neu aufgetretene Pupillenauffälligkeit abgeklärt werden?

Neu aufgetretene Veränderungen, insbesondere wenn sie mit weiteren Symptomen wie Sehbeeinträchtigung oder Kopfschmerzen einhergehen, sollten zeitnah augenärztlich und gegebenenfalls neurologisch abgeklärt werden.

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