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Frauengesundheit

Psychische Krankheiten sowie Krankheiten des Nervensystems, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren

Die Schwangerschaft, Geburt und das anschließende Wochenbett gehen mit erheblichen hormonellen, körperlichen und auch psychischen Veränderungen einher, die sowohl auf bereits bestehende psychische Erkrankungen als auch auf Erkrankungen des Nervensystems Einfluss nehmen können. Psychische Krankheiten sowie Krankheiten des Nervensystems, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren, umfassen ein Spektrum vorbestehender oder während dieser Lebensphase neu auftretender Erkrankungen, die eine sorgfältige, interdisziplinäre Betreuung erfordern, da sowohl eine unzureichende Behandlung als auch bestimmte Behandlungsmaßnahmen selbst besondere Abwägungen mit Blick auf Mutter und Kind erfordern.

Ursachen

Zu den psychischen Erkrankungen, die eine Schwangerschaft komplizieren können, zählen unter anderem bereits vor der Schwangerschaft bestehende depressive Erkrankungen, Angststörungen sowie andere psychische Erkrankungen, deren Verlauf sich während der Schwangerschaft oder im Wochenbett sowohl bessern als auch verschlechtern kann. Zu den Erkrankungen des Nervensystems zählen unter anderem eine bereits bestehende Epilepsie, deren Anfallshäufigkeit sich während der Schwangerschaft verändern kann, sowie seltenere neurologische Erkrankungen, deren Verlauf durch die hormonellen und immunologischen Veränderungen dieser Lebensphase beeinflusst werden kann.

Symptome

Die Symptomatik richtet sich nach der Art der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei psychischen Erkrankungen können sich bereits bekannte Beschwerden wie eine gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit oder ausgeprägte Ängste während der Schwangerschaft oder im Wochenbett verstärken oder erstmals auftreten. Bei einer bekannten Epilepsie kann sich die Häufigkeit der Anfälle während der Schwangerschaft verändern. Da bestimmte, mit einer normalen Schwangerschaft einhergehende Stimmungsschwankungen von einer tatsächlich behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung abgegrenzt werden müssen, ist eine sorgfältige ärztliche Einschätzung wichtig.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte sowie eine gezielte Befragung zu psychischen Beschwerden im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge, da viele Betroffene entsprechende Beschwerden nicht von sich aus ansprechen. Bei bekannten neurologischen Erkrankungen wie einer Epilepsie erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der behandelnden neurologischen Fachrichtung, um die Erkrankung während der gesamten Schwangerschaft engmaschig zu überwachen. Bei Verdacht auf eine erstmals während der Schwangerschaft oder im Wochenbett auftretende psychische Erkrankung erfolgt eine gezielte fachärztliche Abklärung.

Behandlung

Die Behandlung erfordert eine sorgfältige, individuelle Abwägung zwischen den Risiken einer unbehandelten Erkrankung und möglichen Auswirkungen bestimmter Behandlungsmaßnahmen auf das ungeborene Kind. Bei vielen psychischen Erkrankungen können bestimmte, als für die Schwangerschaft geeignet geltende Medikamente fortgeführt oder eingesetzt werden, wobei eine unbehandelte, ausgeprägte psychische Erkrankung ebenfalls Risiken für Mutter und Kind birgt. Bei einer bekannten Epilepsie wird die antiepileptische Behandlung möglichst so angepasst, dass sowohl eine gute Anfallskontrolle als auch eine für die Schwangerschaft möglichst geeignete Medikation erreicht wird.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose hängen wesentlich von der Art und dem Schweregrad der zugrunde liegenden Erkrankung sowie von der Qualität der interdisziplinären Betreuung ab. Bei einer gut eingestellten, konsequent behandelten Erkrankung ist der Ausgang für Mutter und Kind in vielen Fällen günstig. Eine unzureichend behandelte psychische Erkrankung oder eine schlecht kontrollierte Epilepsie kann hingegen das Risiko für Komplikationen erhöhen, weshalb eine frühzeitige, offene Kommunikation mit der behandelnden ärztlichen Betreuung sowie eine konsequente Weiterbehandlung während der gesamten Schwangerschaft und des Wochenbetts von großer Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Können psychische Erkrankungen während der Schwangerschaft weiterbehandelt werden?

Ja, bei vielen psychischen Erkrankungen können als für die Schwangerschaft geeignet geltende Medikamente fortgeführt oder eingesetzt werden, da auch eine unbehandelte Erkrankung Risiken birgt.

Wie verändert sich eine bekannte Epilepsie während der Schwangerschaft?

Die Häufigkeit der Anfälle kann sich während der Schwangerschaft verändern, weshalb eine enge Zusammenarbeit mit der neurologischen Fachrichtung wichtig ist.

Warum sprechen manche Betroffene psychische Beschwerden nicht von sich aus an?

Aus verschiedenen Gründen werden entsprechende Beschwerden häufig nicht von sich aus angesprochen, weshalb eine gezielte Befragung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge wichtig ist.

Warum ist eine offene Kommunikation mit der ärztlichen Betreuung wichtig?

Weil eine unzureichend behandelte psychische Erkrankung oder eine schlecht kontrollierte neurologische Erkrankung das Risiko für Komplikationen erhöhen kann.

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