Nävus (nichtneoplastisch)
Der nichtneoplastische Nävus bezeichnet eine Gruppe gutartiger, angeborener oder früh im Leben erworbener Hautveränderungen, die im Unterschied zu einem echten Pigmentmal nicht auf einer Wucherung pigmentbildender Zellen beruhen, sondern vielmehr eine Fehlbildung der Blutgefäße, der Hautstruktur oder anderer Hautbestandteile darstellen. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Gefäßfehlbildungen wie der sogenannte Feuermal sowie strukturelle Hautfehlbildungen, die bereits bei der Geburt vorhanden sind oder sich in den ersten Lebensmonaten entwickeln. Diese Veränderungen sind medizinisch von echten, aus Pigmentzellen bestehenden Muttermalen klar abzugrenzen, da sie ein anderes Verhalten sowie eine andere Bedeutung für die Hautgesundheit haben.
Ursachen
Der nichtneoplastische Nävus entsteht durch eine angeborene Fehlbildung bestimmter Hautstrukturen während der embryonalen Entwicklung, wobei die genaue zugrunde liegende Ursache je nach Art der Fehlbildung unterschiedlich ist. Bei Gefäßfehlbildungen liegt eine fehlerhafte Anlage der Blutgefäße in der betroffenen Hautregion vor, während bei strukturellen Hautfehlbildungen eine ungleichmäßige Entwicklung bestimmter Hautbestandteile die Ursache darstellt. Eine erbliche Veranlagung kann bei einem Teil der Betroffenen eine Rolle spielen.
Symptome
Der nichtneoplastische Nävus äußert sich je nach zugrunde liegender Art der Fehlbildung unterschiedlich, wobei Gefäßfehlbildungen sich durch eine flächige, rötliche bis bläulich-rötliche Verfärbung der Haut zeigen, während strukturelle Hautfehlbildungen sich durch eine veränderte Hauttextur, etwa eine leicht erhabene oder anders strukturierte Oberfläche, äußern können. Diese Hautveränderungen sind bereits bei der Geburt vorhanden oder entwickeln sich in den ersten Lebensmonaten sowie verursachen in aller Regel keine Beschwerden.
Diagnostik
Die Diagnose des nichtneoplastischen Nävus wird durch eine klinische Untersuchung gestellt, bei der Art, Größe sowie Verteilung der Hautveränderung beurteilt werden. Eine sorgfältige Abgrenzung zu einem echten, aus Pigmentzellen bestehenden Muttermal sowie zu anderen Hautveränderungen ist von Bedeutung, da sich die Verlaufsbeobachtung sowie mögliche Behandlungsoptionen unterscheiden. Bei unklarem Befund kann eine Gewebeprobe zur Sicherung der Diagnose entnommen werden.
Behandlung
Die Behandlung des nichtneoplastischen Nävus richtet sich nach der Art der Fehlbildung sowie dem Ausmaß der kosmetischen Beeinträchtigung, wobei viele dieser Hautveränderungen keiner spezifischen Behandlung bedürfen. Bei kosmetisch als störend empfundenen Gefäßfehlbildungen können gezielte Laserbehandlungen zu einer deutlichen Aufhellung führen. Bei strukturellen Hautfehlbildungen richtet sich eine mögliche Behandlung nach der genauen Art sowie Lokalisation der Veränderung.
Verlauf und Prognose
Die Prognose des nichtneoplastischen Nävus ist in aller Regel sehr gut, da es sich um gutartige, gesundheitlich meist bedeutungslose Hautveränderungen handelt. Der weitere Verlauf hängt von der genauen Art der Fehlbildung ab, wobei manche Gefäßfehlbildungen im Laufe der Kindheit an Größe sowie Farbintensität zunehmen können, während andere weitgehend unverändert bleiben. Eine regelmäßige Verlaufsbeobachtung sowie bei Bedarf eine gezielte kosmetische Behandlung ermöglichen einen guten Umgang mit diesen Hautveränderungen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Nävus (nichtneoplastisch): Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den nichtneoplastischen Nävus von einem echten Muttermal?
Er beruht nicht auf einer Wucherung pigmentbildender Zellen.
Was ist ein Beispiel für eine solche Fehlbildung?
Eine Gefäßfehlbildung wie der sogenannte Feuermal.
Ist eine Behandlung notwendig?
Meist nicht, sie ist überwiegend kosmetisch relevant.
Wie können Gefäßfehlbildungen behandelt werden?
Mit gezielten Laserbehandlungen.
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