Arteriennekrose
Die Arteriennekrose bezeichnet das Absterben von Gewebe innerhalb der Wand einer Arterie, wodurch die normale Struktur sowie mechanische Belastbarkeit des betroffenen Gefäßabschnittes erheblich geschwächt wird. Dieser Gewebeuntergang kann verschiedene Ursachen haben, die von einer schweren Gefäßentzündung über eine ausgeprägte Kalkablagerung in der Gefäßwand bis zu bestimmten Stoffwechselerkrankungen reichen. Eine Arteriennekrose stellt einen ernstzunehmenden Befund dar, da die geschwächte Gefäßwand zu einer Aussackung, einem Einriss oder gar einem Platzen des betroffenen Gefäßes führen kann.
Ursachen
Die Arteriennekrose entsteht am häufigsten als Folge einer schweren, die Gefäßwand betreffenden Entzündung, insbesondere im Rahmen bestimmter Autoimmunerkrankungen der Blutgefäße, sogenannter Vaskulitiden. Eine ausgeprägte, fortgeschrittene Kalkablagerung in der Gefäßwand, die sogenannte Mediasklerose, kann ebenfalls zu einem örtlichen Absterben von Gewebe führen, insbesondere bei Menschen mit langjährigem, unzureichend eingestelltem Diabetes mellitus oder einer chronischen Nierenerkrankung. Seltener können auch bestimmte Infektionen oder eine schwere Verletzung der Gefäßwand eine Arteriennekrose verursachen.
Symptome
Die Arteriennekrose selbst verursacht häufig keine eigenständigen, spezifischen Beschwerden, sondern wird durch ihre möglichen Folgen bemerkbar, insbesondere durch die Bildung eines Aneurysmas mit tastbarer, pulsierender Schwellung an der betroffenen Stelle oder durch akute, starke Schmerzen bei einem Einriss oder Platzen der geschwächten Gefäßwand. Je nach betroffenem Gefäß sowie Ausmaß der Komplikation können zusätzlich Zeichen eines erheblichen Blutverlustes, insbesondere Blässe, Schwindel sowie ein rascher Blutdruckabfall, auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose der Arteriennekrose wird durch eine gezielte bildgebende Untersuchung, insbesondere eine Ultraschalluntersuchung, eine Computertomographie- oder Magnetresonanzangiographie, gestellt, bei der Veränderungen der Gefäßwandstruktur sowie mögliche Komplikationen wie eine Aneurysmabildung sichtbar gemacht werden. Eine Blutuntersuchung auf Entzündungswerte sowie spezifische Autoantikörper kann bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Gefäßentzündung zusätzlich erfolgen. Eine Gewebeprobe der Gefäßwand kann die Diagnose in ausgewählten Fällen zusätzlich sichern.
Behandlung
Die Behandlung der Arteriennekrose richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache, wobei eine zugrunde liegende Gefäßentzündung mit einer gezielten immunsupprimierenden Behandlung therapiert wird, während bei einer ausgeprägten Kalkablagerung eine konsequente Behandlung der zugrunde liegenden Risikofaktoren, insbesondere des Diabetes mellitus, im Vordergrund steht. Bei einer bereits eingetretenen Aneurysmabildung oder einem drohenden Einriss der geschwächten Gefäßwand wird eine operative oder katheterbasierte Behandlung zur Stabilisierung des betroffenen Gefäßabschnittes erforderlich.
Verlauf und Prognose
Die Prognose der Arteriennekrose hängt entscheidend von der zugrunde liegenden Ursache sowie dem Ausmaß der bereits eingetretenen Gefäßwandschädigung ab. Bei rechtzeitiger Erkennung sowie gezielter Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung kann ein weiteres Fortschreiten häufig aufgehalten werden. Eine unbehandelt fortschreitende Arteriennekrose birgt jedoch ein erhebliches Risiko für schwerwiegende, potenziell lebensbedrohliche Komplikationen, insbesondere ein Platzen des betroffenen Gefäßes, weshalb eine regelmäßige, gezielte Verlaufskontrolle von erheblicher Bedeutung ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Arteriennekrose: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist die Arteriennekrose?
Ein Absterben von Gewebe innerhalb der Wand einer Arterie.
Was ist eine häufige Ursache?
Eine schwere Gefäßentzündung im Rahmen einer Autoimmunerkrankung.
Welches Risiko birgt sie?
Das Risiko für eine Aneurysmabildung oder ein Platzen des betroffenen Gefäßes.
Wie wird sie diagnostiziert?
Durch eine gezielte bildgebende Untersuchung wie Ultraschall oder Computertomographie.
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