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Häufige Erkrankungen

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Immunsystem die schützende Isolierschicht (Myelin) von Nervenfasern angreift. Weil praktisch jeder Bereich von Gehirn und Rückenmark betroffen sein kann, ist das Symptombild sehr vielfältig — daher der Beiname „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“.

Typische, aber sehr variable Symptome

Sehstörungen (oft einseitig, manchmal mit Schmerzen bei Augenbewegung), Taubheitsgefühle oder Kribbeln, Muskelschwäche, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen, sowie ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue) gehören zu den häufigen Symptomen — welche davon auftreten, hängt davon ab, welche Nervenbahnen betroffen sind.

Der typische Verlauf mit Schüben

Bei der häufigsten Verlaufsform treten die Symptome in Schüben auf — plötzlich neu auftretende oder sich verschlechternde Beschwerden über Tage bis Wochen, gefolgt von vollständiger oder teilweiser Rückbildung. Mit der Zeit kann sich der Verlauf bei einem Teil der Betroffenen in eine fortschreitende Form ohne klare Schübe wandeln.

Wie die Diagnose gestellt wird

Eine Kombination aus neurologischer Untersuchung, Magnetresonanztomografie (MRT) zur Darstellung typischer Entzündungsherde und teils einer Nervenwasseruntersuchung führt zur Diagnose — MS lässt sich nicht durch einen einzelnen Test allein sicher feststellen oder ausschließen.

Behandlung

Akute Schübe werden häufig mit hochdosiertem Kortison behandelt, um die Entzündung rasch einzudämmen. Zur langfristigen Verlaufsmodifikation stehen heute zahlreiche Medikamente zur Verfügung, die die Schubrate senken und das Fortschreiten verlangsamen können — die Behandlung wird individuell durch eine neurologische Fachpraxis gesteuert.

Leben mit MS

Viele Menschen mit MS führen dank moderner Behandlung über lange Zeit ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. Regelmäßige Bewegung, Stressmanagement und der Umgang mit der oft belastenden Fatigue sind wichtige Bausteine im Alltag — spezialisierte MS-Zentren und Selbsthilfegruppen bieten zusätzliche Unterstützung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist Multiple Sklerose ansteckend?

Nein — es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, keine Infektion, und ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Führt MS zwangsläufig zur Rollstuhlpflicht?

Nein — dank moderner Behandlung bleibt ein erheblicher Teil der Betroffenen über Jahre gut mobil. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und lässt sich zu Beginn der Erkrankung nicht sicher vorhersagen.

In welchem Alter beginnt MS typischerweise?

Am häufigsten wird sie zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert, Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Ist MS vererbbar?

Es gibt eine gewisse familiäre Häufung und genetische Risikofaktoren, aber MS wird nicht direkt im klassischen Sinn vererbt — vermutlich spielen mehrere genetische und Umweltfaktoren zusammen.

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