Morbus Dupuytren
Beim Morbus Dupuytren verdickt und verkürzt sich das Bindegewebe in der Handinnenfläche allmählich, wodurch sich betroffene Finger zunehmend in eine gebeugte Stellung ziehen können. Die Erkrankung verläuft meist über Jahre langsam fortschreitend.
Wie die Erkrankung entsteht
Das Bindegewebe unter der Haut der Handinnenfläche verdickt sich allmählich und bildet strangartige Verhärtungen — die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, vermutet wird eine familiäre Veranlagung, begünstigt unter anderem durch Rauchen, Alkoholkonsum und Diabetes.
Typischer Verlauf
Zunächst bilden sich kleine, meist schmerzlose Knötchen in der Handinnenfläche, aus denen sich im Verlauf strangartige Verdickungen entwickeln, die einen oder mehrere Finger — am häufigsten Ring- und kleinen Finger — zunehmend in eine gebeugte Stellung ziehen.
Warum die Erkrankung meist schmerzlos, aber störend ist
Morbus Dupuytren verursacht in der Regel keine oder nur geringe Schmerzen, beeinträchtigt jedoch mit fortschreitender Beugung der Finger zunehmend Alltagstätigkeiten wie das Greifen von Gegenständen oder das Händeschütteln.
Wann eine Behandlung erwogen wird
Solange die Fingerbeweglichkeit kaum eingeschränkt ist, reicht meist eine regelmäßige Beobachtung — eine Behandlung wird in der Regel erst erwogen, wenn die Beugung der Finger die Handfunktion im Alltag spürbar einschränkt.
Behandlung
Je nach Ausprägung kommen eine enzymatische Auflösung der Bindegewebsstränge per Injektion, eine minimalinvasive Nadelfasziotomie oder eine operative Entfernung des verdickten Gewebes infrage — ein Wiederauftreten nach der Behandlung ist möglich, weshalb regelmäßige Nachkontrollen empfohlen werden.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Morbus Dupuytren: Ursachen, Verlauf, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist Morbus Dupuytren schmerzhaft?
In der Regel nicht, die Beeinträchtigung entsteht vor allem durch die zunehmende Fingerbeugung.
Welche Finger sind am häufigsten betroffen?
Meist Ring- und kleiner Finger.
Muss Morbus Dupuytren immer behandelt werden?
Nicht immer, solange die Fingerbeweglichkeit kaum eingeschränkt ist, reicht oft Beobachtung.
Kann die Erkrankung nach Behandlung wiederkehren?
Ja, ein Wiederauftreten ist möglich, weshalb regelmäßige Nachkontrollen empfohlen werden.
Weiterlesen
Kubitaltunnelsyndrom (Sulcus-ulnaris-Syndrom)
Kubitaltunnelsyndrom: wenn der „Musikantenknochen“ dauerhaft kribbelt.
Weiterlesen →Verletzungen des BewegungsapparatsTarsaltunnelsyndrom
Tarsaltunnelsyndrom: das Karpaltunnelsyndrom des Fußes — seltener, aber ähnlich unangenehm.
Weiterlesen →Verletzungen des BewegungsapparatsMeralgia paraesthetica
Meralgia paraesthetica: ein eingeklemmter Hautnerv am Oberschenkel, oft durch enge Kleidung begünstigt.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.