Kubitaltunnelsyndrom (Sulcus-ulnaris-Syndrom)
Das Kubitaltunnelsyndrom entsteht, wenn der Ellennerv an seiner engen Passage auf der Innenseite des Ellenbogens eingeengt wird. Es zählt nach dem Karpaltunnelsyndrom zu den häufigeren Nerveneinengungen an Arm und Hand.
Wie es zur Einengung kommt
Der Ellennerv verläuft an der Ellenbogeninnenseite durch einen engen knöchernen Kanal nah unter der Haut — anhaltender Druck, etwa durch langes Aufstützen des Ellenbogens, wiederholtes starkes Beugen des Arms oder Schwellungen im Bereich des Kanals können den Nerv dort einengen.
Typische Beschwerden
Kribbeln und Taubheitsgefühl im Ring- und kleinen Finger, das sich bei gebeugtem Ellenbogen verstärkt, sowie im fortgeschrittenen Stadium eine spürbare Schwäche beim Zupacken.
Warum nächtliche Beschwerden häufig sind
Viele Betroffene schlafen mit stark gebeugtem Ellenbogen, was den Druck auf den Nerv über Stunden erhöht — deshalb treten Kribbeln und Taubheit häufig nachts oder morgens nach dem Aufwachen besonders ausgeprägt auf.
Diagnostik
Neben der körperlichen Untersuchung mit gezielten Provokationstests kann eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung das Ausmaß der Nerveneinengung objektivieren.
Behandlung
Vermeiden auslösender Positionen, Polsterung des Ellenbogens sowie eine nächtliche Schienung in gestreckter Position können die Beschwerden bei leichteren Fällen lindern — bei anhaltender oder zunehmender Schwäche wird häufig eine operative Entlastung des Nervs empfohlen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Kubitaltunnelsyndrom: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Warum treten die Beschwerden oft nachts auf?
Weil viele Betroffene mit stark gebeugtem Ellenbogen schlafen, was den Druck auf den Nerv über Stunden erhöht.
Welche Finger sind typischerweise betroffen?
Ring- und kleiner Finger.
Muss ein Kubitaltunnelsyndrom immer operiert werden?
Nicht immer, leichtere Fälle bessern sich häufig durch Vermeiden auslösender Positionen und nächtliche Schienung.
Wie unterscheidet es sich vom Karpaltunnelsyndrom?
Beim Karpaltunnelsyndrom sind Daumen, Zeige- und Mittelfinger betroffen, beim Kubitaltunnelsyndrom Ring- und kleiner Finger — die Nerven und Engstellen sind unterschiedlich.
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