Rektumprolaps (Mastdarmvorfall)
Bei einem Rektumprolaps stülpt sich ein Teil des Mastdarms durch den After nach außen. Er betrifft vor allem ältere Menschen mit geschwächter Beckenbodenmuskulatur und ist behandelbar, wird aus Scham aber häufig spät angesprochen.
Wie es zum Vorfall kommt
Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, häufig durch mehrere Geburten, langjährige Verstopfung mit starkem Pressen, fortgeschrittenes Alter oder frühere Beckenoperationen begünstigt, dass der Mastdarm seine normale Position verliert und sich durch den After nach außen stülpen kann.
Verschiedene Ausprägungen
In leichteren Fällen tritt nur die Schleimhaut, in ausgeprägteren Fällen die gesamte Darmwand vor — anfangs oft nur bei starkem Pressen, im Verlauf mitunter auch spontan oder dauerhaft.
Typische Beschwerden
Sichtbare Vorwölbung aus dem After, Schleimabsonderung, Stuhlschmieren, ein Fremdkörpergefühl sowie bei länger bestehendem Vorfall mögliche Blutungen der vorgefallenen Schleimhaut.
Warum Scham die Behandlung oft verzögert
Viele Betroffene schämen sich für das Thema und zögern den Arztbesuch lange hinaus, obwohl ein Rektumprolaps gut behandelbar ist — je länger gewartet wird, desto mehr können sich die Beschwerden verschlimmern.
Behandlung
Bei leichten Formen können Beckenbodentraining und Stuhlregulierung helfen, bei ausgeprägterem Vorfall wird meist eine operative Korrektur empfohlen, für die es verschiedene, je nach individueller Situation geeignete Verfahren gibt.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist ein Rektumprolaps gefährlich?
Er ist meist nicht akut lebensbedrohlich, kann aber unbehandelt zu zunehmenden Beschwerden und Blutungen führen und sollte deshalb ärztlich abgeklärt werden.
Warum zögern viele Betroffene den Arztbesuch hinaus?
Häufig aus Scham, obwohl die Erkrankung gut behandelbar ist.
Hilft Beckenbodentraining bei einem Rektumprolaps?
Bei leichteren Formen kann es die Beschwerden lindern, bei ausgeprägterem Vorfall ist meist eine Operation notwendig.
Wer ist besonders häufig betroffen?
Vor allem ältere Menschen mit geschwächter Beckenbodenmuskulatur.
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