Panikattacke
Eine Panikattacke ist eine plötzlich einsetzende, intensive Angstreaktion mit ausgeprägten körperlichen Symptomen, die innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt erreicht — sie fühlt sich für Betroffene oft lebensbedrohlich an, ist körperlich aber nicht gefährlich.
Typische Symptome
Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot oder ein Erstickungsgefühl, Brustschmerzen oder -engegefühl, Schwindel, sowie oft die Angst, die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden oder zu sterben — die Symptome ähneln teilweise denen eines Herzinfarkts, was die Angst zusätzlich verstärkt.
Warum eine Panikattacke körperlich nicht gefährlich ist
So bedrohlich sie sich anfühlt — eine reine Panikattacke schädigt Herz oder andere Organe nicht und klingt in der Regel innerhalb von Minuten bis maximal einer halben Stunde von selbst wieder ab, auch ohne Behandlung.
Was in dem Moment helfen kann
Ruhig und bestimmt zusprechen, wenn möglich einen ruhigen Ort aufsuchen, langsames, bewusstes Ausatmen (das Einatmen kommt meist von selbst) sowie das Benennen der eigenen Umgebung (z. B. fünf sichtbare Gegenstände aufzählen) können helfen, die Aufmerksamkeit zu verlagern und die Anspannung zu senken.
Wann trotzdem ärztliche Abklärung sinnvoll ist
Bei einer ersten, unbekannten Panikattacke — besonders mit ausgeprägten Brustschmerzen — ist es sinnvoll, einmal ärztlich (im Zweifel über den Notruf 112) abklären zu lassen, ob wirklich eine Panikattacke und nicht doch eine körperliche Ursache wie ein Herzinfarkt vorliegt — im Nachhinein lässt sich das für Laien nicht sicher unterscheiden.
Umgang mit wiederkehrenden Panikattacken
Treten Panikattacken wiederholt auf, kann eine Panikstörung zugrunde liegen (siehe auch Angststörung) — Psychotherapie, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie, ist hier gut wirksam und kann helfen, die Häufigkeit und Intensität deutlich zu reduzieren.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Panikattacken und Panikstörung: Symptome, Umgang, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Kann man an einer Panikattacke sterben?
Nein, eine Panikattacke selbst ist körperlich nicht gefährlich, auch wenn sie sich extrem bedrohlich anfühlt — sie klingt von selbst wieder ab.
Wie unterscheidet man eine Panikattacke von einem Herzinfarkt?
Für Laien im akuten Moment oft nicht sicher zu unterscheiden — bei erstmaligen oder unklaren Beschwerden mit Brustschmerzen sollte deshalb immer ärztliche Abklärung erfolgen, im Zweifel über den Notruf.
Hilft Hyperventilieren-Vermeiden bei einer Panikattacke?
Ja, bewusst langsames, kontrolliertes Atmen (besonders verlängertes Ausatmen) kann helfen, eine begleitende Hyperventilation zu durchbrechen und die Symptome zu lindern.
Muss man nach jeder Panikattacke zum Arzt?
Nach der ersten, unbekannten Episode ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, um körperliche Ursachen auszuschließen — bei bekannten, wiederkehrenden Panikattacken im Rahmen einer diagnostizierten Panikstörung ist das nicht bei jeder einzelnen Episode nötig.
Weiterlesen
Mundsoor (Candidose)
Mundsoor: weißliche Beläge im Mund — häufig bei Babys und geschwächtem Immunsystem.
Weiterlesen →SymptomeOhrenschmalzpfropf
Verstopftes Ohr durch Ohrenschmalz: warum Wattestäbchen das Problem oft verschlimmern.
Weiterlesen →Häufige ErkrankungenHand-Fuß-Mund-Krankheit
Hand-Fuß-Mund-Krankheit: die häufige, meist harmlose Bläschenkrankheit bei Kleinkindern.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.