Tarsaltunnelsyndrom
Das Tarsaltunnelsyndrom entsteht, wenn der Schienbeinnerv an seiner engen Passage auf der Innenseite des Sprunggelenks eingeengt wird. Es ähnelt in seiner Entstehung dem Karpaltunnelsyndrom an der Hand, betrifft aber den Fuß.
Wie es zur Einengung kommt
Der Schienbeinnerv verläuft durch einen engen, von Bändern begrenzten Kanal auf der Innenseite des Sprunggelenks — Schwellungen, Fußfehlstellungen, Verletzungen oder wiederholte Überlastung können diesen Kanal verengen und den Nerv einklemmen.
Typische Beschwerden
Brennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl an der Fußsohle, das sich bei längerem Stehen oder Gehen verstärkt und sich bis in die Zehen ausbreiten kann.
Warum die Beschwerden oft fehlgedeutet werden
Da die Symptome an der Fußsohle auftreten, werden sie mitunter zunächst mit einer Plantarfasziitis oder einem Fersensporn verwechselt — die genaue Lokalisation und das brennend-kribbelnde Beschwerdebild helfen bei der Unterscheidung.
Diagnostik
Ein Klopftest über dem betroffenen Nervenkanal, der die typischen Beschwerden auslösen kann, sowie eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung helfen, die Diagnose zu sichern.
Behandlung
Entlastende Einlagen, angepasstes Schuhwerk sowie entzündungshemmende Maßnahmen können die Beschwerden bei leichteren Fällen lindern — bei anhaltenden Beschwerden kann eine operative Entlastung des Nervs erwogen werden.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Tarsaltunnelsyndrom: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich das Tarsaltunnelsyndrom von einem Fersensporn?
Beim Tarsaltunnelsyndrom stehen brennende, kribbelnde Beschwerden im Vordergrund, während ein Fersensporn eher stechende Schmerzen an der Ferse verursacht.
Was verengt den Tarsaltunnel häufig?
Schwellungen, Fußfehlstellungen, Verletzungen oder wiederholte Überlastung.
Muss das Tarsaltunnelsyndrom immer operiert werden?
Nicht immer, leichtere Fälle bessern sich häufig mit entlastenden Einlagen und angepasstem Schuhwerk.
Wo treten die Beschwerden typischerweise auf?
An der Fußsohle, mit möglicher Ausbreitung in die Zehen.
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