Morbus Addison (Nebennierenrindeninsuffizienz)
Morbus Addison ist eine chronische Unterfunktion der Nebennierenrinde, bei der lebenswichtige Hormone wie Kortisol nicht mehr ausreichend produziert werden. Betroffene sind lebenslang auf eine Hormonersatztherapie angewiesen und müssen bei zusätzlicher körperlicher Belastung besonders wachsam sein.
Wie die Erkrankung entsteht
Meist zerstört eine Autoimmunreaktion die Nebennierenrinde schrittweise, sodass die Hormonproduktion allmählich nachlässt — seltener stecken Infektionen oder andere Erkrankungen der Nebennieren dahinter.
Typische Beschwerden
Anhaltende Müdigkeit, Gewichtsverlust, niedriger Blutdruck, Appetitlosigkeit sowie eine auffällige Dunkelfärbung der Haut, besonders an Hautfalten und Narben, können auf die Erkrankung hindeuten.
Warum zusätzliche Belastung gefährlich werden kann
Da der Körper bei Stress, Infektionen oder Operationen normalerweise mehr Kortisol produziert, um diese Belastung auszugleichen, kann bei Morbus Addison schon eine banale Erkrankung wie ein grippaler Infekt eine lebensbedrohliche Addison-Krise auslösen, wenn die Hormondosis nicht rechtzeitig angepasst wird.
Was Betroffene wissen sollten
Menschen mit Morbus Addison lernen üblicherweise, ihre Hormondosis bei Fieber, Infekten oder anderem Stress eigenständig vorübergehend zu erhöhen, und tragen oft einen Notfallausweis sowie ein Notfall-Kortisonpräparat für den Fall einer Addison-Krise bei sich.
Behandlung
Die Behandlung besteht aus einer lebenslangen Hormonersatztherapie mit Kortisol und, je nach Bedarf, weiteren Nebennierenhormonen — mit korrekter Einstellung können Betroffene ein weitgehend normales Leben führen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Warum kann eine Erkältung bei Morbus Addison gefährlich werden?
Weil der Körper bei Belastung normalerweise mehr Kortisol produziert — bei Morbus Addison muss die Hormondosis in solchen Situationen manuell erhöht werden, um eine lebensbedrohliche Krise zu vermeiden.
Ist Morbus Addison heilbar?
Nein, es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die aber mit lebenslanger Hormonersatztherapie gut behandelbar ist.
Warum verfärbt sich bei manchen Betroffenen die Haut?
Durch ein bei der Erkrankung erhöhtes anderes Hormon kommt es zu einer typischen Dunkelfärbung besonders an Hautfalten und Narben.
Warum tragen Betroffene einen Notfallausweis?
Damit im Notfall, etwa bei Bewusstlosigkeit, schnell erkannt wird, dass eine sofortige Kortisongabe notwendig sein könnte.
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