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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Kutane Leishmaniose (Orientbeule)

Die kutane Leishmaniose, umgangssprachlich auch als Orientbeule bezeichnet, ist die häufigste Verlaufsform der durch Leishmanien-Parasiten verursachten Erkrankungen, bei der der Befall auf die Haut an der Stelle des ursprünglichen Sandmückenstichs begrenzt bleibt. Diese Erkrankung kommt in zahlreichen tropischen sowie subtropischen Regionen weltweit vor sowie äußert sich durch eine charakteristische, langsam heilende Hautwunde, die typischerweise an unbedeckten Körperstellen entsteht. Die kutane Leishmaniose heilt in den meisten Fällen von selbst ab, kann jedoch eine sichtbare, bleibende Narbe hinterlassen.

Ursachen

Die kutane Leishmaniose wird durch bestimmte Arten einzelliger Parasiten der Gattung Leishmania verursacht, die durch den Stich infizierter Sandmücken übertragen werden. Im Unterschied zur viszeralen Leishmaniose bleiben die Erreger bei dieser Verlaufsform auf die Haut an der Eintrittsstelle begrenzt, ohne sich auf innere Organe auszubreiten. Reisende in ländliche, endemische Regionen sowie Einheimische mit häufigem Aufenthalt im Freien während der Dämmerungs- sowie Nachtstunden, wenn Sandmücken besonders aktiv sind, tragen ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Symptome

Die kutane Leishmaniose äußert sich durch eine zunächst kleine, rötliche Papel an der Stelle des Sandmückenstichs, die sich im Laufe von Wochen zu einem offenen, meist schmerzlosen Geschwür mit erhabenem Rand entwickelt. Diese Hautveränderung tritt typischerweise an unbedeckten Körperstellen, insbesondere im Gesicht sowie an den Extremitäten, auf sowie kann über mehrere Monate bis zur vollständigen Abheilung bestehen bleiben. Nach Abheilung verbleibt häufig eine sichtbare, eingesunkene Narbe.

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Diagnostik

Die Diagnose der kutanen Leishmaniose wird durch eine Gewebeprobe aus dem Randbereich der Hautwunde gestellt, bei der die Parasiten mikroskopisch, kulturell oder mittels einer molekularbiologischen Untersuchung nachgewiesen werden. Eine sorgfältige Reiseanamnese unterstützt die Diagnosestellung zusätzlich, insbesondere zur Abgrenzung von anderen, ähnlich aussehenden Hautgeschwüren.

Behandlung

Die Behandlung der kutanen Leishmaniose richtet sich nach Größe, Anzahl sowie Lage der betroffenen Hautstellen, wobei kleinere, unauffällig gelegene Läsionen bei manchen Betroffenen ohne spezifische Behandlung von selbst abheilen können. Bei größeren, kosmetisch bedeutsam gelegenen oder zahlreichen Hautveränderungen kommen örtliche oder systemische antiparasitäre Behandlungen zum Einsatz, wobei die Wahl der Behandlung von der genauen Leishmanien-Art sowie der geografischen Herkunft abhängt.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der kutanen Leishmaniose ist insgesamt gut, da die Hautveränderungen bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen innerhalb mehrerer Monate von selbst oder unter Behandlung folgenlos abheilen, wobei eine sichtbare, bleibende Narbe zurückbleiben kann. Bei bestimmten, aggressiveren Leishmanien-Arten besteht ein geringes Risiko für eine spätere Ausbreitung auf die Schleimhäute, weshalb bei diesen Formen eine gezielte, systemische Behandlung besonders empfohlen wird.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo tritt die kutane Leishmaniose typischerweise auf?

An unbedeckten Körperstellen wie Gesicht und Extremitäten.

Heilt sie von selbst ab?

Ja, bei den meisten Betroffenen innerhalb mehrerer Monate.

Was bleibt häufig nach der Abheilung zurück?

Eine sichtbare, eingesunkene Narbe.

Warum wird bei bestimmten Formen dennoch eine Behandlung empfohlen?

Wegen des Risikos einer späteren Ausbreitung auf die Schleimhäute bei bestimmten aggressiveren Arten.

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