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Orthopädie & Bewegungsapparat

Knochennekrose

Die Knochennekrose ist ein Absterben von Knochengewebe, das durch eine unzureichende Blutversorgung des betroffenen Bereichs entsteht. Sie betrifft am häufigsten gelenknahe Knochenabschnitte, insbesondere den Hüftkopf, und kann unbehandelt zu einem Zusammenbruch der Knochenstruktur mit nachfolgender Gelenkzerstörung führen.

Ursachen

Eine Knochennekrose kann durch eine Verletzung mit direkter Schädigung der versorgenden Blutgefäße entstehen, etwa nach einem Bruch in Gelenknähe. Häufiger sind jedoch nicht-traumatische Ursachen wie eine langfristige, hochdosierte Kortisonbehandlung, übermäßiger Alkoholkonsum, bestimmte Blutgerinnungsstörungen sowie Erkrankungen wie die Sichelzellkrankheit. Bei einem Teil der Betroffenen lässt sich trotz sorgfältiger Abklärung keine eindeutige Ursache finden.

Symptome

Im Frühstadium verursacht eine Knochennekrose häufig nur leichte, belastungsabhängige Schmerzen im betroffenen Gelenkbereich. Mit fortschreitender Erkrankung nehmen die Schmerzen zu und treten zunehmend auch in Ruhe auf, begleitet von einer eingeschränkten Beweglichkeit des betroffenen Gelenks. Bricht die geschwächte Knochenstruktur schließlich zusammen, verstärken sich die Beschwerden deutlich und die Gelenkfunktion verschlechtert sich rasch.

Diagnostik

Eine Magnetresonanztomografie ist die empfindlichste Untersuchung und kann eine Knochennekrose bereits in einem sehr frühen Stadium nachweisen, lange bevor Veränderungen auf einer Röntgenaufnahme sichtbar werden. Im weiteren Verlauf zeigt eine Röntgenaufnahme charakteristische Veränderungen der Knochenstruktur bis hin zu einem sichtbaren Einbruch der Gelenkoberfläche.

Behandlung

Im Frühstadium können eine Entlastung des betroffenen Gelenks sowie Medikamente zur Verbesserung der Durchblutung das Fortschreiten mitunter verlangsamen. Bei größeren Nekrosearealen kann eine operative Anbohrung des betroffenen Knochenbereichs den Druck im Knocheninneren senken und die Durchblutung fördern. Ist die Gelenkoberfläche bereits eingebrochen, wird meist ein künstlicher Gelenkersatz notwendig, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf hängt wesentlich vom Stadium bei Diagnosestellung sowie der Größe des betroffenen Knochenbereichs ab. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt, lässt sich ein Zusammenbruch der Gelenkoberfläche bei einem Teil der Betroffenen verhindern oder zumindest verzögern. Ist die Gelenkoberfläche bereits geschädigt, führt ein künstlicher Gelenkersatz in aller Regel zu einer guten Beschwerdelinderung und wiederhergestellten Gelenkfunktion.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Warum ist die Frühdiagnose so wichtig?

Weil sich das Fortschreiten der Erkrankung im Frühstadium noch verlangsamen oder aufhalten lässt, während ein bereits eingetretener Zusammenbruch der Gelenkoberfläche meist einen Gelenkersatz erfordert.

Welche Untersuchung erkennt eine Knochennekrose am frühesten?

Die Magnetresonanztomografie, die Veränderungen bereits nachweisen kann, lange bevor sie auf einer Röntgenaufnahme sichtbar werden.

Welches Gelenk ist am häufigsten betroffen?

Am häufigsten der Hüftkopf, grundsätzlich kann eine Knochennekrose aber auch andere gelenknahe Knochenabschnitte betreffen.

Ist eine hochdosierte Kortisonbehandlung ein bekannter Risikofaktor?

Ja, eine langfristige, hochdosierte Kortisonbehandlung zählt zu den häufigeren nicht-traumatischen Ursachen einer Knochennekrose.

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