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Herz & Kreislauf

Sekundäre Hypertonie

Die sekundäre Hypertonie ist eine Form des Bluthochdrucks, bei der sich im Unterschied zur weitaus häufigeren essentiellen Hypertonie eine klar abgrenzbare, körperliche Ursache finden lässt, etwa eine Nieren- oder Hormonerkrankung. Da diese zugrunde liegende Ursache häufig gezielt behandelt werden kann, ist ihre Erkennung besonders wichtig.

Ursachen

Häufige Ursachen sind Nierenerkrankungen, insbesondere eine Verengung der Nierenarterien, sowie hormonelle Störungen wie eine übermäßige Produktion bestimmter Nebennierenhormone, eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein hormonproduzierender Tumor. Auch bestimmte Medikamente, etwa manche Schmerzmittel oder hormonelle Verhütungsmittel, sowie eine unbehandelte Schlafapnoe können eine sekundäre Hypertonie verursachen.

Symptome

Die sekundäre Hypertonie verursacht durch den erhöhten Blutdruck selbst zunächst ähnliche, meist unspezifische Beschwerden wie die essentielle Form. Hinweise auf eine sekundäre Ursache können ein plötzlich einsetzender, sehr hoher Blutdruck, ein junges Erkrankungsalter, ein auf übliche Medikamente nur schlecht ansprechender Blutdruck sowie zusätzliche Symptome der jeweiligen Grunderkrankung sein, etwa eine ungewöhnliche Gewichtszunahme bei bestimmten Hormonstörungen.

Diagnostik

Bei entsprechenden Warnzeichen wird gezielt nach einer zugrunde liegenden Ursache gesucht, etwa durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und Nierenarterien, spezielle Hormontests im Blut und Urin sowie, bei Verdacht auf eine Schlafapnoe, eine Schlafuntersuchung. Diese gezielte Ursachensuche unterscheidet die Diagnostik der sekundären von der der essentiellen Hypertonie.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache: Eine verengte Nierenarterie kann durch eine kathetergestützte Aufdehnung erweitert werden, ein hormonproduzierender Tumor wird häufig operativ entfernt, eine Schlafapnoe wird mit einer nächtlichen Überdruckbeatmung behandelt. Bis zur Behebung der Ursache oder wenn diese nicht vollständig beseitigt werden kann, kommen zusätzlich blutdrucksenkende Medikamente zum Einsatz.

Verlauf und Prognose

Wird die zugrunde liegende Ursache erfolgreich behandelt, kann sich der Blutdruck bei einem Teil der Betroffenen vollständig normalisieren, sodass eine dauerhafte blutdrucksenkende Behandlung nicht mehr notwendig ist. Bleibt die Ursache unerkannt oder unbehandelt, bestehen dieselben langfristigen Risiken wie bei der essentiellen Hypertonie, etwa für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschäden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich die sekundäre von der essentiellen Hypertonie?

Bei der sekundären Hypertonie lässt sich eine klar abgrenzbare körperliche Ursache finden, während bei der essentiellen Hypertonie keine einzelne Ursache erkennbar ist.

Welche Warnzeichen deuten auf eine sekundäre Ursache hin?

Ein plötzlich einsetzender, sehr hoher Blutdruck, ein junges Erkrankungsalter sowie ein auf übliche Medikamente schlecht ansprechender Blutdruck.

Kann der Blutdruck nach Behandlung der Ursache wieder normal werden?

Bei einem Teil der Betroffenen ja, wenn die zugrunde liegende Ursache erfolgreich behoben wird, kann sich der Blutdruck vollständig normalisieren.

Warum ist die Erkennung einer sekundären Hypertonie so wichtig?

Weil die zugrunde liegende Ursache oft gezielt behandelt werden kann, wodurch sich der Bluthochdruck möglicherweise vollständig beheben lässt, statt ihn nur symptomatisch zu senken.

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