Hirnvenenthrombose im Wochenbett
Das Wochenbett ist die Zeit von etwa sechs bis acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit ist die Gerinnung noch erhöht, und das Risiko für Thrombosen bleibt bestehen. Die Hirnvenenthrombose ist im Wochenbett häufiger als in der Schwangerschaft. Sie kann mit anderen Ursachen von Kopfschmerz verwechselt werden.
Ursachen
Risikofaktoren sind Kaiserschnitt, starker Blutverlust, Infektionen, Flüssigkeitsmangel, Bluthochdruck und Präeklampsie, Gerinnungsstörungen, Blutarmut, Rauchen und Übergewicht. Auch eine Punktion des Rückenmarkkanals bei Narkose oder Spinalanästhesie kann Kopfschmerzen auslösen, die mit der Hirnvenenthrombose verwechselt werden.
Symptome
Typisch sind anhaltende, oft zunehmende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Krampfanfälle, Lähmungen, Sprach- und Bewusstseinsstörungen. Die Kopfschmerzen bestehen im Gegensatz zu Kopfschmerzen nach Rückenmarkspunktion auch im Liegen.
Diagnostik
Magnetresonanztomografie mit Venendarstellung oder Computertomografie mit Kontrastmittel zeigt das Gerinnsel. Blutwerte, Gerinnungsuntersuchungen und die Prüfung auf Präeklampsie und Infektion ergänzen. Stillen ist nach einer Untersuchung meist weiter möglich.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt mit gerinnungshemmenden Medikamenten, zunächst Heparin, später oft Tabletten, die mit dem Stillen kompatibel ausgewählt werden. Krampfanfälle und Hirndruck werden behandelt. Bei Kopfschmerz mit Krampf, Lähmung oder Verwirrtheit ist der Notruf 112 zu wählen.
Verlauf und Prognose
Mit früher Behandlung ist die Prognose meist gut. Nach dem Ereignis ist eine Untersuchung auf Gerinnungsstörungen und Beratung zu erneuter Schwangerschaft sinnvoll. Vorbeugend helfen Bewegung, ausreichend Trinken und bei Risiko Heparin.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wann tritt sie meist auf?
In den ersten Wochen nach der Geburt.
Wie unterscheidet sich der Kopfschmerz vom Kopfschmerz nach Rückenmarkspunktion?
Er bessert sich im Liegen nicht und geht oft mit Ausfällen einher.
Darf ich weiter stillen?
Meist ja, die Medikamente werden entsprechend ausgewählt.
Wann zum Notruf?
Bei Kopfschmerz mit Krampf, Lähmung, Sehstörung oder Verwirrtheit.
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