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Häufige Erkrankungen

Hautkrebs (Melanom und heller Hautkrebs)

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen — man unterscheidet vor allem das gefährlichere schwarze Melanom, das aus pigmentbildenden Hautzellen entsteht, und den häufigeren, meist weniger aggressiven „hellen“ Hautkrebs (Basalzell- und Plattenepithelkarzinom). Unabhängig von der Form gilt: je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.

Die ABCDE-Regel zur Selbstbeobachtung

Bei der Selbstuntersuchung von Muttermalen helfen fünf Kriterien: Asymmetrie (ungleichmäßige Form), Begrenzung (unscharfer, ausgefranster Rand), Colorit (mehrere Farbtöne innerhalb eines Flecks), Durchmesser (auffällig ab etwa 5 mm) und Erhabenheit/Entwicklung (Veränderung von Größe, Form oder Farbe über die Zeit). Trifft eines oder mehrere dieser Merkmale auf ein Muttermal zu, sollte es dermatologisch beurteilt werden.

Heller Hautkrebs: weniger dramatisch, aber häufiger

Basalzell- und Plattenepithelkarzinome entstehen meist an sonnenexponierten Hautstellen wie Gesicht, Ohren oder Handrücken und zeigen sich oft als langsam wachsende, nicht abheilende, teils schuppende oder leicht blutende Hautveränderung. Sie streuen deutlich seltener in andere Organe als das Melanom, sollten aber trotzdem zeitnah behandelt werden, um lokale Gewebeschäden zu begrenzen.

UV-Strahlung als wichtigster vermeidbarer Risikofaktor

Wiederholte, intensive Sonnenbrände — besonders in Kindheit und Jugend — sowie regelmäßige Nutzung von Solarien gehören zu den am besten belegten, beeinflussbaren Risikofaktoren für Hautkrebs. Konsequenter Sonnenschutz (siehe auch Sonnenbrand) senkt das Risiko über die Lebenszeit deutlich.

Warum regelmäßige Vorsorge sinnvoll ist

In Deutschland besteht ab einem bestimmten Alter Anspruch auf ein gesetzliches Hautkrebs-Screening — eine dermatologische Ganzkörperuntersuchung, bei der auch schwer selbst einsehbare Körperstellen (Rücken, Kopfhaut) begutachtet werden. Wer viele Muttermale hat, familiär vorbelastet ist oder viel Sonne ausgesetzt war, profitiert besonders von regelmäßiger Kontrolle.

Behandlung

Die Standardbehandlung ist die operative Entfernung des Tumorgewebes, bei frühzeitiger Erkrankung oft mit sehr guten Heilungschancen. Bei fortgeschrittenerem Melanom kommen zusätzlich moderne, gezielt in das Immunsystem oder Tumorwachstum eingreifende Therapien zum Einsatz, die in den letzten Jahren die Behandlungsmöglichkeiten deutlich erweitert haben.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie oft sollte man Muttermale selbst kontrollieren?

Eine regelmäßige, etwa monatliche Selbstbeobachtung mithilfe der ABCDE-Regel wird häufig empfohlen — bei Auffälligkeiten sollte zeitnah dermatologisch abgeklärt werden, unabhängig vom nächsten regulären Vorsorgetermin.

Ab welchem Alter besteht Anspruch auf gesetzliches Hautkrebs-Screening?

In Deutschland besteht der gesetzliche Anspruch ab 35 Jahren alle zwei Jahre — bei erhöhtem persönlichem Risiko kann eine frühere oder häufigere Kontrolle sinnvoll sein, was mit der dermatologischen Praxis besprochen werden kann.

Ist jedes auffällige Muttermal Hautkrebs?

Nein, die meisten auffälligen oder ungewöhnlich aussehenden Muttermale sind gutartig — eine sichere Einschätzung gelingt aber nur durch dermatologische Untersuchung, weshalb Auffälligkeiten nicht ignoriert werden sollten.

Schützt Sonnencreme allein ausreichend vor Hautkrebs?

Sonnencreme ist ein wichtiger, aber nicht alleiniger Baustein — Kleidung, Schatten und das Meiden der intensivsten Mittagssonne ergänzen den Schutz wirksam.

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