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Frauengesundheit

Hämatom einer geburtshilflichen Wunde

Bei einer Geburt oder einer geburtshilflichen Operation kann es aus verletzten Blutgefäßen ins umliegende Gewebe bluten, ohne dass das Blut nach außen abfließt. Dabei entsteht ein Bluterguss, ein Hämatom, im Bereich von Scheide, Damm, Schamlippen oder auch unter der Kaiserschnittwunde. Kleine Hämatome sind harmlos und bilden sich zurück, große können erhebliche Beschwerden verursachen und müssen behandelt werden.

Ursachen

Ein Hämatom entsteht, wenn Blutgefäße bei der Geburt einreißen oder gequetscht werden, etwa bei einer Geburt mit Zange oder Saugglocke, einem Dammschnitt oder einem Riss, bei einer sehr raschen Geburt oder bei einem großen Kind. Auch Gerinnungsstörungen, blutverdünnende Medikamente und Krampfadern im Genitalbereich erhöhen das Risiko. Bei einem Kaiserschnitt kann sich Blut unter der Haut oder hinter den Bauchmuskeln sammeln.

Symptome

Typisch sind zunehmende, oft sehr starke Schmerzen und ein Druckgefühl im Damm- oder Scheidenbereich, eine sichtbare bläuliche Schwellung und Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Sitzen. Ein großes Hämatom kann Zeichen eines Blutverlusts wie Blässe, schnellen Puls und Schwindel auslösen. Bei einem Hämatom an der Kaiserschnittwunde fallen Schwellung, Spannungsschmerz und Verfärbung auf.

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Diagnostik

Die Diagnose ergibt sich aus der Untersuchung der betroffenen Region. Ein Ultraschall zeigt Größe und Ausdehnung der Blutansammlung, ein Blutbild den Blutverlust. Bei Verdacht auf ein sehr großes oder tief gelegenes Hämatom kann eine weitere Bildgebung notwendig sein.

Behandlung

Kleine, nicht wachsende Hämatome werden mit Kühlung, Schmerzmitteln und Beobachtung behandelt. Große oder zunehmende Hämatome werden operativ entlastet: Das Blutgerinnsel wird ausgeräumt, die Blutungsquelle verschlossen und gegebenenfalls eine Drainage eingelegt. Antibiotika werden bei Infektionsgefahr gegeben, bei größerem Blutverlust sind Flüssigkeitsersatz oder eine Bluttransfusion notwendig.

Verlauf und Prognose

Kleine Hämatome bilden sich meist innerhalb von Tagen bis Wochen zurück. Nach Entlastung großer Hämatome heilt die Wunde in der Regel gut ab. Unbehandelt kann sich ein Hämatom infizieren oder die Wundheilung stören, weshalb zunehmende Schmerzen, Schwellung oder Fieber im Wochenbett rasch abgeklärt werden sollten.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie erkenne ich ein Hämatom nach der Geburt?

An zunehmenden Schmerzen, Druckgefühl und einer bläulichen Schwellung im Bereich der Wunde.

Muss jedes Hämatom operiert werden?

Nein, kleine Hämatome heilen mit Kühlung und Schmerzmitteln von selbst, nur große oder wachsende werden entlastet.

Welche Risiken bestehen unbehandelt?

Das Hämatom kann sich infizieren, die Wundheilung stören oder zu einem größeren Blutverlust führen.

Wann sollte ich mich sofort melden?

Bei stark zunehmenden Schmerzen, wachsender Schwellung, Fieber, Schwindel oder Problemen beim Wasserlassen.

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