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Neurologische Notfälle

Guillain-Barré-Syndrom

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem periphere Nerven angreift und zu einer meist von den Beinen aufsteigenden Lähmung führt. Sie tritt häufig einige Tage bis Wochen nach einer Infektion auf.

Wie es zur Erkrankung kommt

Nach einer vorangegangenen Infektion, häufig einem Magen-Darm-Infekt oder einer Erkältung, richtet sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen die Hüllschicht peripherer Nerven, wodurch die Nervenleitung gestört wird.

Typischer Verlauf

Die Erkrankung beginnt meist mit Kribbeln und Schwäche in den Füßen, die sich innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen aufsteigend auf Beine, Rumpf und mitunter auch Arme sowie Gesichtsmuskulatur ausbreiten kann.

Warum es ein Notfall werden kann

Breitet sich die Lähmung auf die Atemmuskulatur aus, kann eine lebensbedrohliche Ateminsuffizienz entstehen — deshalb werden Betroffene bei fortschreitender Schwäche engmaschig überwacht und bei Bedarf auf einer Intensivstation behandelt.

Diagnostik

Neben der körperlichen und neurologischen Untersuchung helfen eine Untersuchung des Nervenwassers sowie Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen, die Diagnose zu sichern.

Behandlung und Prognose

Die Behandlung erfolgt mit Immunglobulinen oder einem Blutplasma-Austauschverfahren, die das Fortschreiten der Erkrankung bremsen sollen — die meisten Betroffenen erholen sich im Laufe von Wochen bis Monaten weitgehend, wenn auch nicht immer vollständig.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum tritt das Guillain-Barré-Syndrom oft nach einem Infekt auf?

Weil das Immunsystem nach der Bekämpfung des Infekts fälschlicherweise auch die Nerven angreift.

Ist das Guillain-Barré-Syndrom lebensbedrohlich?

Es kann werden, wenn die Lähmung die Atemmuskulatur erreicht — deshalb ist engmaschige Überwachung wichtig.

Erholt man sich vollständig?

Die meisten Betroffenen erholen sich im Laufe von Wochen bis Monaten weitgehend, auch wenn nicht immer eine vollständige Genesung erreicht wird.

Wie wird das Guillain-Barré-Syndrom behandelt?

Mit Immunglobulinen oder einem Blutplasma-Austauschverfahren.

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