Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine seltene, fortschreitende Erkrankung, bei der die Nervenzellen, die willkürliche Muskelbewegungen steuern, zunehmend absterben. Sie führt zu einer stetig zunehmenden Muskelschwäche bei meist unverändertem Bewusstsein und Denkvermögen.
Wie die Erkrankung entsteht
Bei ALS sterben schrittweise die Nervenzellen ab, die für die Ansteuerung der Muskulatur zuständig sind — die genaue Ursache ist bei den meisten Betroffenen nicht bekannt, nur ein kleinerer Teil der Fälle ist erblich bedingt.
Typischer Verlauf
Die Erkrankung beginnt oft mit Muskelschwäche oder -zuckungen in einer Körperregion, etwa einer Hand oder einem Bein, und breitet sich im Laufe der Zeit auf weitere Muskelgruppen aus, einschließlich der für Sprechen, Schlucken und Atmen wichtigen Muskulatur.
Warum das Denkvermögen meist erhalten bleibt
Anders als bei manchen anderen neurodegenerativen Erkrankungen betrifft ALS vorrangig die Nervenzellen der Muskelsteuerung — Bewusstsein, Wahrnehmung und Denkvermögen bleiben bei den meisten Betroffenen über weite Strecken der Erkrankung erhalten, was die Erkrankung für Betroffene besonders belastend machen kann.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich auf die neurologische Untersuchung, Elektromyographie zur Messung der Muskelaktivität sowie den Ausschluss anderer Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen — ein einzelner beweisender Test existiert nicht.
Behandlung und Unterstützung
Eine Heilung gibt es bislang nicht, bestimmte Medikamente können den Verlauf jedoch etwas verlangsamen — im Vordergrund steht eine umfassende, interdisziplinäre Betreuung, die Symptome lindert und Lebensqualität sowie Selbstständigkeit möglichst lange erhält.
Quellen & weiterführende Stellen
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie — Amyotrophe Lateralsklerose: Diagnostik, Verlauf, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist ALS immer erblich?
Nein, nur ein kleinerer Teil der Fälle ist erblich bedingt, bei den meisten Betroffenen ist die genaue Ursache nicht bekannt.
Bleibt das Denkvermögen bei ALS erhalten?
Bei den meisten Betroffenen bleiben Bewusstsein und Denkvermögen über weite Strecken der Erkrankung erhalten.
Kann ALS geheilt werden?
Bislang nicht, bestimmte Medikamente können den Verlauf jedoch etwas verlangsamen.
Wie beginnt ALS meist?
Häufig mit Muskelschwäche oder -zuckungen in einer Körperregion, etwa einer Hand oder einem Bein.
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