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Augen & Sehkraft

Glaukom bei endokrinen, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten

Ein Glaukom bei endokrinen, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten bezeichnet eine Erhöhung des Augeninnendrucks, die als Begleiterscheinung einer zugrunde liegenden Hormon-, Ernährungs- oder Stoffwechselerkrankung auftritt. Bei diesen Erkrankungen kommt es durch die gestörten Stoffwechselvorgänge im Körper mitunter auch zu Veränderungen im Augeninneren, die den natürlichen Abfluss des Kammerwassers beeinträchtigen können, etwa durch Ablagerung bestimmter Stoffwechselprodukte im Bereich des Kammerwinkels oder durch eine veränderte Durchblutung der für den Kammerwasserabfluss zuständigen Strukturen.

Ursachen

Verschiedene Hormon-, Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen können mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks einhergehen. Bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen, die mit einer Ablagerung von Stoffwechselprodukten in verschiedenen Körpergeweben einhergehen, kann sich auch im Bereich des Kammerwinkels eine solche Ablagerung bilden und den Kammerwasserabfluss behindern. Bei bestimmten hormonellen Störungen, etwa im Rahmen einer ausgeprägten Über- oder Unterfunktion bestimmter Hormondrüsen, können Veränderungen der Durchblutung sowie des Flüssigkeitshaushalts im Auge zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks beitragen. Auch eine ausgeprägte Mangelernährung mit entsprechenden Stoffwechselveränderungen kann in seltenen Fällen den Augeninnendruck beeinflussen.

Symptome

Die Symptomatik eines Glaukoms im Rahmen einer zugrunde liegenden Stoffwechsel- oder Hormonerkrankung verläuft meist ähnlich schleichend wie andere Formen des Glaukoms, ohne dass der erhöhte Augeninnendruck selbst zunächst deutliche Beschwerden verursacht. Häufig stehen zunächst die Symptome der zugrunde liegenden Grunderkrankung im Vordergrund, während die Beteiligung des Auges erst bei einer gezielten augenärztlichen Untersuchung auffällt. Erst bei einer bereits fortgeschrittenen, druckbedingten Schädigung des Sehnervs bemerken Betroffene eine zunehmende Einengung des Gesichtsfelds.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Messung des Augeninnendrucks sowie eine Untersuchung des Sehnervs und des Gesichtsfelds bei Personen mit einer bekannten, zugrunde liegenden Stoffwechsel- oder Hormonerkrankung, da sich ein Glaukom in dieser Situation auch ohne zusätzliche, deutlich wahrnehmbare Beschwerden entwickeln kann. Eine enge Zusammenarbeit mit der internistischen oder endokrinologischen Behandlung der Grunderkrankung ist wichtiger Bestandteil der umfassenden Abklärung, um den Zusammenhang zwischen der Stoffwechselerkrankung und der Augenbeteiligung besser einordnen zu können.

Behandlung

Die Behandlung dieser Form des Glaukoms umfasst zwei parallele Ansätze: zum einen die bestmögliche Einstellung und Behandlung der zugrunde liegenden Hormon-, Ernährungs- oder Stoffwechselerkrankung, zum anderen eine direkte medikamentöse Senkung des Augeninnendrucks mittels drucksenkender Augentropfen, sofern dieser bereits erhöht ist. Eine gute Kontrolle der Grunderkrankung kann in manchen Fällen dazu beitragen, den Augeninnendruck ebenfalls zu normalisieren, auch wenn dies nicht immer ausreicht und eine zusätzliche augenspezifische Behandlung notwendig bleibt. Bei unzureichendem Ansprechen auf die medikamentöse Behandlung kann ein operativer Eingriff erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose dieser Form des Glaukoms hängen wesentlich davon ab, wie gut sich die zugrunde liegende Stoffwechsel- oder Hormonerkrankung behandeln lässt. Bei einer gut kontrollierten Grunderkrankung sowie einer konsequenten augenärztlichen Kontrolle des Augeninnendrucks lässt sich eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs in den meisten Fällen erfolgreich verhindern. Da die zugrunde liegende Stoffwechsel- oder Hormonerkrankung häufig eine lebenslange Behandlung erfordert, ist auch die augenärztliche Kontrolle des Augeninnendrucks langfristig und regelmäßig fortzuführen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum können Stoffwechselerkrankungen den Augeninnendruck beeinflussen?

Gestörte Stoffwechselvorgänge können zu Ablagerungen im Bereich des Kammerwinkels oder zu einer veränderten Durchblutung der für den Kammerwasserabfluss zuständigen Strukturen führen.

Stehen die Beschwerden der Grunderkrankung oder des Glaukoms im Vordergrund?

Meist die Symptome der zugrunde liegenden Grunderkrankung, während die Beteiligung des Auges häufig erst bei einer gezielten augenärztlichen Untersuchung auffällt.

Reicht die Behandlung der Grunderkrankung allein aus?

Eine gute Kontrolle der Grunderkrankung kann helfen, reicht jedoch nicht immer aus, sodass häufig zusätzlich eine augenspezifische, drucksenkende Behandlung notwendig ist.

Warum ist eine lebenslange augenärztliche Kontrolle sinnvoll?

Da die zugrunde liegende Stoffwechsel- oder Hormonerkrankung häufig eine dauerhafte Behandlung erfordert, sollte auch der Augeninnendruck langfristig regelmäßig kontrolliert werden.

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