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Weitere Notfälle

Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten

Der Gebrauch von E-Zigaretten und Vaporizern, bei denen eine meist nikotinhaltige oder aromatisierte Flüssigkeit erhitzt und als Dampf inhaliert wird, kann mit verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen einhergehen, die von leichteren Reizungen der Atemwege bis zu einer schweren, akut lebensbedrohlichen Lungenschädigung reichen können. Diese als E-Zigaretten- oder Vaping-assoziierte Lungenerkrankung bezeichnete Gesundheitsstörung wurde insbesondere im Zusammenhang mit dem Konsum bestimmter, teils illegal hergestellter oder mit Zusatzstoffen versetzter Liquids beobachtet und stellte in bestimmten Regionen zeitweise eine ernstzunehmende gesundheitliche Herausforderung dar. Auch unabhängig von einer akuten schweren Lungenschädigung sind langfristige gesundheitliche Auswirkungen des regelmäßigen E-Zigaretten-Konsums, insbesondere bei jungen Menschen, Gegenstand anhaltender medizinischer Beobachtung.

Ursachen

Die genauen Ursachen der akuten, schweren Lungenschädigung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten sind komplex und nicht in jedem Fall eindeutig geklärt, wobei insbesondere bestimmte Zusatzstoffe in illegal hergestellten oder gepanschten Liquids, etwa bestimmte Vitamin-E-Verbindungen, in Verbindung mit schweren Fällen gebracht wurden. Auch die Inhalation der beim Erhitzen entstehenden chemischen Verbindungen sowie feiner Partikel kann die empfindliche Lungenschleimhaut direkt reizen und schädigen. Ein häufiger, intensiver Gebrauch über einen längeren Zeitraum erhöht das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zunehmend E-Zigaretten konsumieren, wird zudem eine mögliche Beeinträchtigung der noch nicht abgeschlossenen Lungenentwicklung sowie eine erhöhte Suchtgefahr durch den enthaltenen Nikotingehalt diskutiert.

Symptome

Eine akute, schwere Lungenschädigung im Zusammenhang mit E-Zigaretten-Konsum äußert sich typischerweise durch zunehmende Atemnot, Husten sowie Brustschmerzen, die sich innerhalb weniger Tage bis Wochen nach Beginn oder Intensivierung des Konsums entwickeln können. Begleitend bestehen häufig allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen sowie ein deutlich reduziertes Allgemeinbefinden. Bei schwerem Verlauf kann sich eine ausgeprägte Atemnot mit unzureichender Sauerstoffversorgung entwickeln, die eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich macht. Weniger ausgeprägte, häufigere Beschwerden im Zusammenhang mit regelmäßigem E-Zigaretten-Konsum umfassen eine anhaltende Reizung der oberen Atemwege mit Husten, Halskratzen sowie einer erhöhten Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen.

Diagnostik

Die Diagnose einer schweren E-Zigaretten-assoziierten Lungenschädigung wird durch eine sorgfältige Anamnese des Konsumverhaltens, insbesondere der Art und Herkunft der verwendeten Liquids, in Kombination mit einer bildgebenden Untersuchung der Lunge mittels Röntgenaufnahme oder Computertomographie gestellt, die charakteristische entzündliche Veränderungen des Lungengewebes zeigen kann. Da sich das Beschwerdebild teilweise mit dem einer Lungenentzündung oder anderer Atemwegsinfektionen überschneiden kann, ist eine sorgfältige Abgrenzung zu infektiösen Ursachen wichtiger Bestandteil der Abklärung, wozu unter anderem eine mikrobiologische Untersuchung von Atemwegssekret gehört. Eine Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes gibt Aufschluss über das Ausmaß der Beeinträchtigung der Lungenfunktion.

Behandlung

Die Behandlung einer schweren, E-Zigaretten-assoziierten Lungenschädigung erfolgt in der Regel stationär und umfasst eine Sauerstoffgabe, bei schwerem Verlauf eine maschinelle Beatmung, sowie eine entzündungshemmende Behandlung mit Kortison, die bei vielen Betroffenen zu einer deutlichen Besserung führt. Der wichtigste Bestandteil der Behandlung ist das sofortige, vollständige Beenden des E-Zigaretten-Konsums, da eine Fortsetzung das Risiko für eine erneute Verschlechterung oder einen wiederholten Verlauf deutlich erhöht. Bei leichteren Beschwerden im Rahmen eines regelmäßigen Konsums steht ebenfalls die Beendigung des Konsums im Vordergrund, unterstützt durch eine gezielte Raucherentwöhnungsberatung, insbesondere wenn eine Nikotinabhängigkeit besteht.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung, einschließlich der vollständigen Beendigung des E-Zigaretten-Konsums, erholt sich ein erheblicher Teil der Betroffenen mit akuter Lungenschädigung innerhalb einiger Wochen deutlich, wobei bei einem Teil der Betroffenen vorübergehende Einschränkungen der Lungenfunktion über längere Zeit bestehen bleiben können. Bei sehr schwerem Verlauf mit ausgeprägter Sauerstoffunterversorgung kann die Erkrankung trotz intensivmedizinischer Behandlung lebensbedrohlich verlaufen. Die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen eines regelmäßigen, nicht mit einer akuten schweren Erkrankung einhergehenden E-Zigaretten-Konsums sind Gegenstand fortlaufender medizinischer Beobachtung, wobei insbesondere die Auswirkungen auf die noch nicht abgeschlossene Lungenentwicklung bei Jugendlichen sowie die Suchtentwicklung durch den enthaltenen Nikotingehalt von Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Warum wird der Beendigung des Konsums bei dieser Erkrankung so große Bedeutung beigemessen?

Weil eine Fortsetzung des E-Zigaretten-Konsums nach einer bereits eingetretenen Lungenschädigung das Risiko für eine erneute Verschlechterung oder einen wiederholten Krankheitsverlauf deutlich erhöht, weshalb sie den wichtigsten Bestandteil der Behandlung darstellt.

Welche Rolle spielen illegal hergestellte Liquids bei schweren Verläufen?

Bestimmte Zusatzstoffe in illegal hergestellten oder gepanschten Liquids wurden in Verbindung mit besonders schweren Fällen der akuten Lungenschädigung gebracht, weshalb der Konsum solcher Produkte ein erhöhtes Risiko darstellt.

Können auch weniger schwere Beschwerden durch E-Zigaretten-Konsum entstehen?

Ja, häufige, weniger ausgeprägte Beschwerden umfassen eine anhaltende Reizung der oberen Atemwege mit Husten, Halskratzen sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen bei regelmäßigem Konsum.

Warum ist der E-Zigaretten-Konsum bei Jugendlichen besonders bedenklich?

Weil eine mögliche Beeinträchtigung der noch nicht abgeschlossenen Lungenentwicklung sowie eine erhöhte Suchtgefahr durch den enthaltenen Nikotingehalt bei jungen Menschen diskutiert wird.

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