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Verdauung & Magen-Darm

Gefäßkrankheiten des Darmes

Gefäßkrankheiten des Darmes entstehen durch eine unzureichende Durchblutung des Darmgewebes, die entweder plötzlich durch einen akuten Gefäßverschluss oder schleichend durch eine chronische Gefäßverengung entsteht. Da der Darm auf eine ausreichende Blutversorgung angewiesen ist, kann eine anhaltende Minderdurchblutung zu einer schweren Schädigung des betroffenen Darmabschnitts führen.

Veröffentlicht: 7. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.

Ursachen

Ein akuter Gefäßverschluss entsteht meist durch ein Blutgerinnsel, das sich in einem der Darm versorgenden Gefäße festsetzt, häufig ausgehend vom Herzen bei Vorhofflimmern. Eine chronische Durchblutungsstörung entsteht durch eine fortschreitende Arterienverkalkung der Darmgefäße, ähnlich wie bei der koronaren Herzkrankheit. Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes begünstigen die zugrunde liegende Gefäßverengung.

Symptome

Ein akuter Gefäßverschluss verursacht plötzliche, sehr starke Bauchschmerzen, die zunächst in auffälligem Missverhältnis zum meist noch unauffälligen Tastbefund des Bauches stehen. Eine chronische Durchblutungsstörung zeigt sich durch wiederkehrende, meist nach dem Essen auftretende Bauchschmerzen sowie eine ungewollte Gewichtsabnahme, da Betroffene aus Angst vor den Schmerzen das Essen meiden.

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Diagnostik

Bei Verdacht auf einen akuten Gefäßverschluss ist eine rasche Computertomografie mit Kontrastmittel entscheidend, um die Diagnose zu sichern und die Behandlung nicht zu verzögern. Bei chronischer Durchblutungsstörung kann eine Ultraschalluntersuchung mit Dopplermessung oder eine Angiografie die Verengung der versorgenden Gefäße darstellen.

Behandlung

Ein akuter Gefäßverschluss stellt einen chirurgischen Notfall dar, bei dem das Gerinnsel möglichst rasch entfernt und die Durchblutung wiederhergestellt werden muss, um ein Absterben des betroffenen Darmabschnitts zu verhindern. Bei chronischer Durchblutungsstörung kann die verengte Stelle durch eine kathetergestützte Aufdehnung oder eine operative Gefäßüberbrückung wiedereröffnet werden.

Verlauf und Prognose

Ein akuter Gefäßverschluss ist ein lebensbedrohlicher Notfall, dessen Prognose entscheidend von der Schnelligkeit der Behandlung abhängt; ein verzögertes Handeln kann zum Absterben von Darmabschnitten und einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung führen. Bei chronischer Durchblutungsstörung ist die Prognose bei rechtzeitiger Wiederherstellung der Durchblutung meist gut.

Weiterführende Informationen der Organisation

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist ein akuter Gefäßverschluss so gefährlich?

Weil eine anhaltende Minderdurchblutung innerhalb weniger Stunden zum Absterben des betroffenen Darmabschnitts führen kann, was eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung nach sich ziehen kann.

Warum meiden Betroffene mit chronischer Durchblutungsstörung das Essen?

Weil die Bauchschmerzen typischerweise nach dem Essen auftreten, wenn der Darm durch die Verdauung mehr Blut benötigt, als die verengten Gefäße liefern können.

Welche Untersuchung ist bei Verdacht auf einen akuten Verschluss am wichtigsten?

Eine rasche Computertomografie mit Kontrastmittel, um die Diagnose zu sichern und die Behandlung nicht zu verzögern.

Kann eine chronische Darmdurchblutungsstörung behandelt werden?

Ja, durch eine kathetergestützte Aufdehnung oder eine operative Gefäßüberbrückung kann die Durchblutung des betroffenen Darmabschnitts wiederhergestellt werden.

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