Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist eine unregelmäßige, meist schnelle elektrische Aktivität der Herzvorhöfe, die zu einem unregelmäßigen Puls führt. Es zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen im höheren Lebensalter und erhöht das Risiko für einen Schlaganfall deutlich.
Wie es zum Flimmern kommt
Statt eines geordneten elektrischen Impulses aus dem natürlichen Taktgeber des Herzens entstehen bei Vorhofflimmern viele chaotische elektrische Signale in den Vorhöfen, wodurch diese nicht mehr koordiniert pumpen, sondern nur noch flimmern.
Typische Beschwerden
Herzstolpern oder -rasen, ein unregelmäßiger Puls, Luftnot, verminderte Belastbarkeit und Müdigkeit gehören zu den häufigsten Symptomen — bei manchen Betroffenen verläuft Vorhofflimmern aber auch ganz ohne spürbare Beschwerden.
Warum das Schlaganfallrisiko steigt
Durch die unkoordinierte Vorhofbewegung kann sich das Blut in den Vorhöfen stauen und leichter Gerinnsel bilden; löst sich ein solches Gerinnsel, kann es über die Blutbahn ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß verschließen — deshalb ist eine Blutverdünnung bei erhöhtem Risiko ein zentraler Baustein der Behandlung.
Diagnostik
Ein EKG sichert die Diagnose, bei nur zeitweise auftretendem Vorhofflimmern kommen Langzeit-EKGs oder implantierbare Ereignisrekorder zum Einsatz, um die unregelmäßigen Episoden zu erfassen.
Behandlungsansätze
Je nach individuellem Risiko und Beschwerden kommen eine Blutverdünnung zur Schlaganfallvorbeugung, Medikamente zur Kontrolle von Herzfrequenz oder -rhythmus sowie Verfahren wie die Katheterablation infrage, die krankhafte elektrische Herde im Vorhof veröden.
Weiterführende Informationen der Organisationen
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Merkt man Vorhofflimmern immer?
Nein, manche Betroffene haben keine spürbaren Beschwerden, weshalb die Erkrankung mitunter erst bei einer Routineuntersuchung oder nach einem Schlaganfall entdeckt wird.
Warum ist Vorhofflimmern gefährlich?
Vor allem, weil es das Risiko für einen Schlaganfall durch Blutgerinnsel deutlich erhöht.
Muss Vorhofflimmern immer mit Blutverdünnern behandelt werden?
Die Entscheidung richtet sich nach dem individuellen Schlaganfallrisiko, das anhand bestimmter Risikofaktoren ärztlich eingeschätzt wird.
Kann Vorhofflimmern geheilt werden?
Bei manchen Betroffenen kann eine Katheterablation den normalen Herzrhythmus dauerhaft wiederherstellen, bei anderen bleibt die Erkrankung bestehen und wird medikamentös kontrolliert.
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