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Augen & Sehkraft

Erkrankungen der Orbita (Augenhoehle)

Erkrankungen der Orbita betreffen die knoecherne Augenhoehle sowie deren Inhalt, zu dem der Augapfel, die Augenmuskeln, Nerven und Fettgewebe gehoeren. Je nach zugrunde liegender Ursache koennen sich Entzuendungen, Verletzungen oder Raumforderungen in diesem begrenzten Raum entwickeln, die durch den fehlenden Ausweichraum rasch zu Druck auf empfindliche Strukturen fuehren koennen.

Ursachen

Haeufige Ursachen sind eine bakterielle Entzuendung des Orbitagewebes, meist ausgehend von einer benachbarten Nasennebenhoehlenentzuendung, eine autoimmune Entzuendung im Rahmen einer Schilddruesenerkrankung (endokrine Orbitopathie), Verletzungen mit einem Bruch der duennen Orbitawand sowie, seltener, gutartige oder boesartige Raumforderungen innerhalb der Augenhoehle.

Symptome

Kennzeichnend ist ein zunehmend hervortretendes Auge (Exophthalmus), das je nach Ursache mit Schmerzen, einer Bewegungseinschraenkung des Augapfels mit Doppelbildern sowie, bei ausgepraegtem Druck auf den Sehnerv, einer Sehverschlechterung einhergehen kann. Eine bakterielle Orbitaentzuendung verursacht zusaetzlich Fieber und ein ausgepraegtes Krankheitsgefuehl.

Diagnostik

Eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie der Orbita stellt die zugrunde liegende Veraenderung, etwa eine Entzuendung, einen Bruch oder eine Raumforderung, direkt dar. Bei Verdacht auf eine endokrine Orbitopathie werden zusaetzlich die Schilddruesenfunktion sowie spezifische Antikoerper im Blut untersucht.

Behandlung

Eine bakterielle Orbitaentzuendung wird umgehend mit Antibiotika behandelt, bei ausgepraegtem Befund kann eine operative Entlastung notwendig werden. Eine endokrine Orbitopathie wird zunaechst durch eine gute Einstellung der Schilddruesenfunktion sowie gegebenenfalls entzuendungshemmende Medikamente behandelt. Ein Orbitabruch nach einer Verletzung wird je nach Ausmass beobachtet oder operativ versorgt.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung einer bakteriellen Orbitaentzuendung ist die Prognose gut, unbehandelt kann sich die Infektion jedoch in Richtung Gehirn ausbreiten und lebensbedrohlich werden. Bei der endokrinen Orbitopathie stabilisiert sich der Befund nach einer aktiven Krankheitsphase meist, wobei manche Veraenderungen bestehen bleiben koennen. Ein Orbitabruch heilt bei rechtzeitiger, angemessener Behandlung meist ohne bleibende Sehbeeintraechtigung ab.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Warum ist eine bakterielle Orbitaentzuendung gefaehrlich?

Weil sich die Infektion unbehandelt aufgrund der Naehe zum Gehirn ausbreiten und lebensbedrohlich werden kann.

Was ist eine endokrine Orbitopathie?

Eine autoimmune Entzuendung des Orbitagewebes im Rahmen einer Schilddruesenerkrankung, die zu einem hervortretenden Auge fuehren kann.

Muss jeder Orbitabruch operiert werden?

Nein, je nach Ausmass des Bruchs kann zunaechst beobachtet oder direkt operativ versorgt werden.

Welche Untersuchung stellt die Ursache am besten dar?

Eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie der Orbita zeigt die zugrunde liegende Veraenderung direkt.

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