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Augen & Sehkraft

Erkrankungen der Orbita (Augenhöhle)

Erkrankungen der Orbita betreffen die knöcherne Augenhöhle sowie deren Inhalt, zu dem der Augapfel, die Augenmuskeln, Nerven und Fettgewebe gehören. Je nach zugrunde liegender Ursache können sich Entzündungen, Verletzungen oder Raumforderungen in diesem begrenzten Raum entwickeln, die durch den fehlenden Ausweichraum rasch zu Druck auf empfindliche Strukturen führen können.

Veröffentlicht: 7. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.

Ursachen

Häufige Ursachen sind eine bakterielle Entzündung des Orbitagewebes, meist ausgehend von einer benachbarten Nasennebenhöhlenentzündung, eine autoimmune Entzündung im Rahmen einer Schilddrüsenerkrankung (endokrine Orbitopathie), Verletzungen mit einem Bruch der dünnen Orbitawand sowie, seltener, gutartige oder bösartige Raumforderungen innerhalb der Augenhöhle.

Symptome

Kennzeichnend ist ein zunehmend hervortretendes Auge (Exophthalmus), das je nach Ursache mit Schmerzen, einer Bewegungseinschränkung des Augapfels mit Doppelbildern sowie, bei ausgeprägtem Druck auf den Sehnerv, einer Sehverschlechterung einhergehen kann. Eine bakterielle Orbitaentzündung verursacht zusätzlich Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl.

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Diagnostik

Eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie der Orbita stellt die zugrunde liegende Veränderung, etwa eine Entzündung, einen Bruch oder eine Raumforderung, direkt dar. Bei Verdacht auf eine endokrine Orbitopathie werden zusätzlich die Schilddrüsenfunktion sowie spezifische Antikörper im Blut untersucht.

Behandlung

Eine bakterielle Orbitaentzündung wird umgehend mit Antibiotika behandelt, bei ausgeprägtem Befund kann eine operative Entlastung notwendig werden. Eine endokrine Orbitopathie wird zunächst durch eine gute Einstellung der Schilddrüsenfunktion sowie gegebenenfalls entzündungshemmende Medikamente behandelt. Ein Orbitabruch nach einer Verletzung wird je nach Ausmass beobachtet oder operativ versorgt.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung einer bakteriellen Orbitaentzündung ist die Prognose gut, unbehandelt kann sich die Infektion jedoch in Richtung Gehirn ausbreiten und lebensbedrohlich werden. Bei der endokrinen Orbitopathie stabilisiert sich der Befund nach einer aktiven Krankheitsphase meist, wobei manche Veränderungen bestehen bleiben können. Ein Orbitabruch heilt bei rechtzeitiger, angemessener Behandlung meist ohne bleibende Sehbeeinträchtigung ab.

Weiterführende Informationen der Organisation

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist eine bakterielle Orbitaentzündung gefährlich?

Weil sich die Infektion unbehandelt aufgrund der Nähe zum Gehirn ausbreiten und lebensbedrohlich werden kann.

Was ist eine endokrine Orbitopathie?

Eine autoimmune Entzündung des Orbitagewebes im Rahmen einer Schilddrüsenerkrankung, die zu einem hervortretenden Auge führen kann.

Muss jeder Orbitabruch operiert werden?

Nein, je nach Ausmass des Bruchs kann zunächst beobachtet oder direkt operativ versorgt werden.

Welche Untersuchung stellt die Ursache am besten dar?

Eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie der Orbita zeigt die zugrunde liegende Veränderung direkt.

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