Gastroösophageale Refluxkrankheit
Die gastroösophageale Refluxkrankheit entsteht, wenn Magensäure wiederholt und in einem Ausmass, das über den normalen, gelegentlichen Rückfluss hinausgeht, aus dem Magen in die Speiseröhre zurückfliesst. Dieser Rückfluss reizt die Speiseröhrenschleimhaut, die im Unterschied zur Magenschleimhaut nicht auf den Kontakt mit Säure eingerichtet ist, und verursacht die charakteristischen Beschwerden.
Veröffentlicht: 7. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die Erkrankung entsteht meist durch eine Schwäche des Schliessmuskels zwischen Speiseröhre und Magen, der normalerweise den Rückfluss von Mageninhalt verhindert. Übergewicht, eine Schwangerschaft, bestimmte Nahrungsmittel und Getränke, Rauchen sowie ein Zwerchfellbruch können diese Schliessfunktion zusätzlich beeinträchtigen und den Rückfluss begünstigen.
Symptome
Das Leitsymptom ist Sodbrennen, ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, das sich typischerweise nach dem Essen, im Liegen oder beim Bücken verstärkt. Viele Betroffene berichten zusätzlich über saures Aufstossen, Schluckbeschwerden sowie, bei länger anhaltendem Verlauf, einen chronischen Husten oder eine Heiserkeit durch den Kontakt der Säure mit dem Rachen.
Diagnostik
Bei typischen Beschwerden wird häufig zunächst ein Behandlungsversuch mit säurehemmenden Medikamenten unternommen. Bei anhaltenden, untypischen oder alarmierenden Beschwerden wird eine Magenspiegelung durchgeführt, die eine mögliche Schädigung der Speiseröhrenschleimhaut direkt zeigt. Eine 24-Stunden-Säuremessung in der Speiseröhre kann in unklaren Fällen zusätzliche Informationen liefern.
Behandlung
Säurehemmende Medikamente aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer sind die wirksamste Behandlung und lindern die Beschwerden bei den meisten Betroffenen deutlich. Ergänzend helfen eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht, das Vermeiden später, üppiger Mahlzeiten sowie ein erhöhtes Kopfteil beim Schlafen. Bei schwerem, medikamentös nicht ausreichend beherrschbarem Verlauf kann eine operative Verstärkung des Schliessmuskels erwogen werden.
Verlauf und Prognose
Mit einer konsequenten Behandlung lassen sich die Beschwerden bei den meisten Betroffenen gut kontrollieren. Bleibt die Erkrankung über Jahre unbehandelt, kann sich die Speiseröhrenschleimhaut dauerhaft verändern, was das Risiko für spätere Komplikationen erhöht, weshalb bei anhaltenden Beschwerden eine ärztliche Abklärung und regelmäßige Kontrollen wichtig sind.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was verstärkt die Beschwerden typischerweise?
Sodbrennen verstärkt sich typischerweise nach dem Essen, im Liegen oder beim Bücken.
Welche Medikamente sind am wirksamsten?
Säurehemmende Medikamente aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer lindern die Beschwerden bei den meisten Betroffenen deutlich.
Kann Reflux auch Husten verursachen?
Ja, bei länger anhaltendem Verlauf kann der Kontakt der Säure mit dem Rachen einen chronischen Husten oder eine Heiserkeit verursachen.
Wann wird eine Operation erwogen?
Wenn Medikamente die Beschwerden nicht ausreichend lindern, kommt eine Operation am Schliessmuskel in Betracht.
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