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Verdauung & Magen-Darm

Fremdkörper im Verdauungstrakt

Ein Fremdkörper im Verdauungstrakt entsteht durch das versehentliche oder, insbesondere bei Kleinkindern, das neugierige Verschlucken eines Gegenstandes, der über die Speiseröhre in den Magen sowie den weiteren Verdauungstrakt gelangt, wobei die überwiegende Mehrheit der verschluckten Fremdkörper den Verdauungstrakt ohne jegliche Komplikation auf natürlichem Weg wieder verlässt. Bestimmte Fremdkörper, insbesondere scharfkantige, spitze oder besonders große Gegenstände sowie chemisch reaktive Objekte wie Knopfbatterien, bergen jedoch ein erhebliches Risiko für schwerwiegende Komplikationen, etwa eine Verletzung der Schleimhaut, eine Blockade des Darms oder, bei Knopfbatterien, eine rasch fortschreitende, chemische Verätzung der Speiseröhrenwand. Die Diagnose sowie Behandlung eines verschluckten Fremdkörpers richtet sich daher maßgeblich nach der Art, Größe sowie genauen Lage des Fremdkörpers innerhalb des Verdauungstrakts.

Ursachen

Ein Fremdkörper im Verdauungstrakt entsteht am häufigsten durch ein neugieriges Verschlucken kleiner Gegenstände bei Kleinkindern, die in diesem Entwicklungsalter typischerweise Gegenstände zur Erkundung in den Mund nehmen, wobei Münzen, kleine Spielzeugteile sowie zunehmend auch Knopfbatterien aus elektronischen Geräten zu den häufig verschluckten Objekten zählen. Bei Erwachsenen entsteht ein Verschlucken von Fremdkörpern häufiger im Zusammenhang mit dem Essen, etwa durch versehentlich verschluckte Knochensplitter oder Fischgräten, sowie bei Menschen mit bestimmten psychischen Erkrankungen, die absichtlich Gegenstände verschlucken. Bereits bestehende Engstellen der Speiseröhre, etwa durch eine vorausgegangene Erkrankung, erhöhen das Risiko, dass ein verschluckter Gegenstand dort stecken bleibt, anstatt den weiteren Verdauungstrakt ungehindert zu passieren.

Symptome

Ein Fremdkörper im Verdauungstrakt verursacht bei den meisten Betroffenen keine oder nur geringe Beschwerden, insbesondere wenn er die Speiseröhre problemlos passiert sowie sich anschließend im weiteren Verdauungstrakt befindet. Bleibt ein Fremdkörper in der Speiseröhre stecken, entwickeln sich charakteristische Beschwerden wie Schluckbeschwerden, ein Druckgefühl im Brustkorb sowie vermehrter Speichelfluss, da die betroffene Person den eigenen Speichel nicht mehr ungehindert schlucken kann. Bei einer bereits eingetretenen Verletzung der Schleimhaut oder einer beginnenden chemischen Verätzung, insbesondere durch eine verschluckte Knopfbatterie, können zusätzlich Schmerzen sowie, in fortgeschrittenen Fällen, Anzeichen einer Blutung auftreten. Eine Blockade des Darms äußert sich durch zunehmende Bauchschmerzen, Übelkeit sowie Erbrechen.

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Diagnostik

Die Diagnose eines Fremdkörpers im Verdauungstrakt wird durch eine Bildgebung, überwiegend mittels Röntgenaufnahme, gestellt, die viele, insbesondere metallische Fremdkörper direkt sichtbar machen sowie deren genaue Lage innerhalb des Verdauungstrakts bestimmen kann. Bei Verdacht auf einen in der Speiseröhre steckengebliebenen Fremdkörper wird häufig unmittelbar eine endoskopische Untersuchung durchgeführt, die sowohl die endgültige Diagnosesicherung als auch die direkte Entfernung des Fremdkörpers ermöglicht. Bei bestimmten, auf einer Röntgenaufnahme nicht sichtbaren Fremdkörpern kann bei anhaltendem klinischem Verdacht eine weiterführende Bildgebung mittels Computertomografie zur genaueren Lokalisation beitragen.

Behandlung

Die Behandlung eines Fremdkörpers im Verdauungstrakt richtet sich nach der Art, Größe sowie genauen Lage des Fremdkörpers, wobei bei den meisten kleinen, stumpfen Gegenständen, die den Magen bereits erreicht haben, eine abwartende Verlaufsbeobachtung mit Kontrolle des spontanen Abgangs über den Stuhl ausreichend ist. Ein in der Speiseröhre steckengebliebener Fremdkörper sowie insbesondere eine verschluckte Knopfbatterie erfordern dagegen eine unverzügliche endoskopische Entfernung, da eine Knopfbatterie bereits innerhalb weniger Stunden eine schwere, chemische Verätzung der umliegenden Gewebe verursachen kann. Bei scharfkantigen, spitzen oder besonders großen Fremdkörpern, die ein erhöhtes Risiko für eine Darmverletzung oder -blockade bergen, wird ebenfalls eine gezielte, meist endoskopische Entfernung empfohlen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose eines Fremdkörpers im Verdauungstrakt ist bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen sehr gut, da kleine, stumpfe Gegenstände den Verdauungstrakt in aller Regel innerhalb weniger Tage ohne jegliche Komplikation auf natürlichem Weg wieder verlassen. Bei rechtzeitiger Erkennung sowie Entfernung eines in der Speiseröhre steckengebliebenen Fremdkörpers oder einer verschluckten Knopfbatterie ist die Prognose ebenfalls gut, wobei eine verzögerte Behandlung, insbesondere bei Knopfbatterien, zu schwerwiegenden, mitunter bleibenden Verletzungen der Speiseröhre führen kann. Eine sichere, für Kleinkinder unzugängliche Aufbewahrung kleiner Gegenstände sowie Batterien im Haushalt wird zur Vorbeugung dringend empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was passiert mit den meisten verschluckten Fremdkörpern?

Sie passieren den Verdauungstrakt ohne Komplikation auf natürlichem Weg.

Warum ist eine verschluckte Knopfbatterie besonders gefährlich?

Sie kann bereits innerhalb weniger Stunden eine schwere, chemische Verätzung der umliegenden Gewebe verursachen.

Welche Beschwerden deuten auf einen in der Speiseröhre steckengebliebenen Fremdkörper hin?

Schluckbeschwerden, ein Druckgefühl im Brustkorb sowie vermehrter Speichelfluss.

Wie kann man dem Verschlucken bei Kleinkindern vorbeugen?

Durch eine sichere, für Kleinkinder unzugängliche Aufbewahrung kleiner Gegenstände sowie Batterien im Haushalt.

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