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Orthopädie & Bewegungsapparat

Fibromatosen

Fibromatosen sind gutartige Wucherungen des Bindegewebes, die zwar nicht zur Metastasenbildung neigen, jedoch örtlich aggressiv in benachbartes Gewebe hineinwachsen können. Zu den bekanntesten Formen zählen die Dupuytren-Kontraktur der Hand und die Ledderhose-Erkrankung der Fußsohle, wobei Fibromatosen grundsätzlich in verschiedenen Körperregionen auftreten können.

Ursachen

Die genaue Ursache der überschießenden Bindegewebsbildung ist nicht abschließend geklärt. Eine erbliche Veranlagung spielt eine wichtige Rolle, da Fibromatosen familiär gehäuft auftreten können. Zusätzlich werden wiederholte kleine Verletzungen des betroffenen Gewebes, bestimmte Vorerkrankungen wie Diabetes sowie hormonelle Einflüsse als begünstigende Faktoren diskutiert.

Symptome

Betroffene bemerken zunächst kleine, meist schmerzlose, derbe Knoten oder Stränge im betroffenen Gewebe, die sich langsam über Monate bis Jahre vergrößern können. Je nach Lage kann das Wachstum zu funktionellen Einschränkungen führen, etwa einer zunehmenden Beugekontraktur der Finger bei der Dupuytren-Kontraktur oder Schmerzen beim Gehen bei Befall der Fußsohle.

Diagnostik

Die Diagnose wird meist bereits durch die charakteristische Tastuntersuchung der betroffenen Region gestellt. Eine Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomografie kann die genaue Ausdehnung der Wucherung sowie deren Beziehung zu umliegenden Strukturen wie Sehnen oder Nerven darstellen, was für die Behandlungsplanung wichtig ist.

Behandlung

Kleine, beschwerdefreie Fibromatosen können zunächst beobachtet werden, ohne dass eine Behandlung notwendig ist. Bei funktionell bedeutsamen Einschränkungen, etwa einer ausgeprägten Fingerbeugekontraktur, kommen je nach Ausprägung eine Enzyminjektion zur Auflösung des betroffenen Gewebes oder eine operative Entfernung infrage. Aufgrund der Neigung zum örtlichen Wiederauftreten wird die Behandlung individuell auf den Einzelfall abgestimmt.

Verlauf und Prognose

Fibromatosen sind gutartig und bilden keine Metastasen, neigen jedoch nach einer Behandlung zu einem örtlichen Wiederauftreten, insbesondere wenn das betroffene Gewebe nicht vollständig entfernt werden konnte. Bei rechtzeitiger Behandlung funktionell bedeutsamer Formen lässt sich die Beweglichkeit des betroffenen Körperteils in vielen Fällen deutlich verbessern, wobei regelmäßige Nachkontrollen wegen des Rückfallrisikos empfohlen werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Sind Fibromatosen bösartig?

Nein, es handelt sich um gutartige Wucherungen ohne Metastasierungsrisiko, sie können jedoch örtlich aggressiv in umliegendes Gewebe hineinwachsen.

Muss jede Fibromatose behandelt werden?

Nein, kleine, beschwerdefreie Formen können zunächst beobachtet werden, eine Behandlung wird vor allem bei funktionell bedeutsamen Einschränkungen empfohlen.

Kommt eine Fibromatose nach der Behandlung wieder?

Ein örtliches Wiederauftreten ist möglich, insbesondere wenn das betroffene Gewebe nicht vollständig entfernt werden konnte, weshalb regelmäßige Nachkontrollen empfohlen werden.

Welche Fibromatose betrifft die Hand?

Die Dupuytren-Kontraktur, bei der es zu einer zunehmenden Beugekontraktur der Finger kommen kann.

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