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Häufige Erkrankungen

Essstörungen (Anorexie und Bulimie)

Essstörungen wie Anorexie (Magersucht) und Bulimie (Ess-Brech-Sucht) sind ernste psychische Erkrankungen, bei denen Essverhalten und Körperwahrnehmung stark gestört sind. Sie können erhebliche körperliche Folgen haben und erfordern in der Regel eine spezialisierte Behandlung.

Anorexie (Magersucht)

Bei der Anorexie schränken Betroffene ihre Nahrungsaufnahme stark ein, oft verbunden mit einer verzerrten Körperwahrnehmung, bei der sie sich trotz deutlichem Untergewicht als zu dick empfinden — die Erkrankung kann zu erheblichem Gewichtsverlust und ernsten körperlichen Folgeschäden führen.

Bulimie (Ess-Brech-Sucht)

Bei der Bulimie wechseln sich Essanfälle mit großen Nahrungsmengen und anschließende Kompensationsversuche wie selbst herbeigeführtes Erbrechen, Fasten oder exzessiven Sport ab — anders als bei der Anorexie liegt das Körpergewicht dabei häufig im Normalbereich, was die Erkrankung nach außen oft weniger sichtbar macht.

Mögliche körperliche Folgen

Herzrhythmusstörungen durch Elektrolytstörungen, Schäden an Zähnen und Speiseröhre durch wiederholtes Erbrechen, Osteoporose, Hormonstörungen sowie im fortgeschrittenen Stadium der Anorexie lebensbedrohliches Organversagen können auftreten.

Warum frühes Erkennen wichtig ist

Je früher eine Essstörung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten auf Genesung — Warnzeichen wie starker Gewichtsverlust, Rückzug von gemeinsamen Mahlzeiten, häufige Toilettengänge nach dem Essen oder extreme Beschäftigung mit Kalorien und Gewicht sollten ernst genommen werden.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt meist psychotherapeutisch, häufig ergänzt durch Ernährungsberatung und ärztliche Begleitung zur Behandlung körperlicher Folgeschäden — bei schwerem Untergewicht oder akuter Gefährdung kann eine stationäre Behandlung notwendig sein.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Betreffen Essstörungen nur junge Frauen?

Nein, auch wenn sie dort am häufigsten diagnostiziert werden, können Essstörungen Menschen jeden Geschlechts und Alters betreffen.

Erkennt man eine Bulimie am Körpergewicht?

Nicht zuverlässig — das Gewicht liegt bei Bulimie häufig im Normalbereich, was die Erkrankung von außen oft schwer erkennbar macht.

Warum ist frühes Erkennen wichtig?

Weil die Behandlungsaussichten mit früherem Beginn der Therapie deutlich besser sind.

Braucht jede Essstörung eine stationäre Behandlung?

Nein, viele Fälle werden ambulant psychotherapeutisch behandelt — eine stationäre Behandlung kommt vor allem bei schwerem Untergewicht oder akuter Gefährdung infrage.

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