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Weitere Notfälle

Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE)

Enterokokken sind Bakterien, die zur normalen Darmflora gehören. Bei Enterococcus faecium haben sich Stämme entwickelt, die gegen Glykopeptid-Antibiotika wie Vancomycin, teils auch gegen Oxazolidinone, Streptogramine oder hochdosierte Aminoglykoside unempfindlich sind. Solche vancomycinresistenten Enterokokken, kurz VRE, spielen vor allem in Krankenhäusern eine Rolle, wo sie bei Menschen mit geschwächter Abwehr schwer behandelbare Infektionen auslösen können.

Ursachen

Der breite Einsatz von Antibiotika begünstigt resistente Enterokokken, die sich im Darm ansiedeln und in Kliniken über Hände und Gegenstände weitergegeben werden. Risikofaktoren sind lange Krankenhausaufenthalte, Aufenthalt auf Intensiv-, Transplantations- oder Krebsstationen, Nierenersatzverfahren, Katheter, Operationen im Bauchraum und vorausgegangene Behandlungen mit Vancomycin oder Breitspektrum-Antibiotika.

Symptome

Die meisten Träger bemerken nichts. Kommt es zu einer Infektion, sind Harnwegsinfekte, Wundinfektionen, Entzündungen im Bauchraum, Katheterinfektionen, Blutvergiftungen und selten eine Herzinnenhautentzündung möglich. Fieber, Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl deuten auf eine ernsthafte Infektion hin.

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Diagnostik

Der Nachweis erfolgt durch Anzucht aus Urin, Wundabstrich, Blut oder Stuhl beziehungsweise Rektalabstrich. Ein Resistenztest bestätigt die Unempfindlichkeit gegen Vancomycin. In Risikobereichen der Kliniken werden Patientinnen und Patienten routinemäßig auf VRE untersucht, um Träger frühzeitig zu erkennen und Übertragungen zu vermeiden.

Behandlung

Besiedlung wird nicht behandelt. Bei einer Infektion kommen Antibiotika zum Einsatz, die gegen VRE noch wirken, etwa Linezolid, Daptomycin oder Tigecyclin, ausgewählt nach Resistenztest und Ort der Infektion. Infiziertes Fremdmaterial wird nach Möglichkeit entfernt, Abszesse werden entlastet. Die Behandlung wird von Infektiologinnen und Infektiologen begleitet.

Verlauf und Prognose

Bei besiedelten Menschen ohne Infektion ist der Verlauf meist unauffällig. Infektionen bei Schwerkranken sind ernst, sprechen aber bei rechtzeitig gewähltem Antibiotikum häufig an. Wesentlich sind Händedesinfektion, Flächendesinfektion, Schutzkleidung und gegebenenfalls Isolierung in Kliniken sowie ein überlegter Antibiotikaeinsatz, um die Ausbreitung einzudämmen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was bedeutet VRE?

Vancomycin-resistente Enterokokken, Darmbakterien, die gegen das Reserveantibiotikum Vancomycin unempfindlich sind.

Für wen sind sie gefährlich?

Vor allem für Menschen mit geschwächter Abwehr und langen Krankenhausaufenthalten, für Gesunde meist nicht.

Wie wird die Übertragung verhindert?

Durch Händedesinfektion, Flächendesinfektion, Schutzkleidung und in Kliniken durch Isolierung von Trägern.

Womit werden Infektionen behandelt?

Mit Antibiotika, die noch wirken, wie Linezolid, Daptomycin oder Tigecyclin, nach Resistenztest.

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