Endometritis (Gebärmutterschleimhautentzündung)
Die Endometritis ist eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, die meist durch eine aufsteigende bakterielle Infektion aus der Scheide oder dem Gebärmutterhals entsteht. Sie tritt besonders häufig nach einer Geburt oder einer Fehlgeburt auf, kann aber auch unabhängig davon entstehen.
Veröffentlicht: 7. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Am häufigsten entsteht eine Endometritis nach der Geburt, wenn Bakterien aus der Scheide in die durch die Entbindung verletzte Gebärmutterschleimhaut aufsteigen. Weitere Risikofaktoren sind ein länger zurückliegender Blasensprung, ein verbliebener Plazentarest sowie bestimmte gynäkologische Eingriffe. Auch sexuell übertragbare Infektionen können eine Endometritis ausserhalb der Schwangerschaft auslösen.
Symptome
Typische Beschwerden sind Fieber, Unterbauchschmerzen sowie ein übelriechender, veränderter Ausfluss. Bei einer Endometritis nach der Geburt kann zusätzlich eine verzögerte Rückbildung der Gebärmutter auftreten. Ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl sowie eine druckschmerzhafte Gebärmutter bei der Untersuchung sind ebenfalls charakteristisch.
Diagnostik
Eine gynäkologische Untersuchung mit Abtasten der Gebärmutter sowie Beurteilung des Ausflusses liefert wichtige Hinweise. Blutuntersuchungen zeigen typischerweise erhöhte Entzündungswerte. Ein Abstrich kann den auslosenden Erreger identifizieren, eine Ultraschalluntersuchung kann einen verbliebenen Plazentarest als mögliche Ursache aufdecken.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt mit einer gezielten Antibiotikabehandlung, die je nach Schwere der Erkrankung oral oder über die Vene verabreicht wird. Liegt ein verbliebener Plazentarest als Ursache vor, wird dieser operativ entfernt. Eine zügige Behandlung ist wichtig, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Verlauf und Prognose
Bei rechtzeitiger Behandlung heilt eine Endometritis meist innerhalb weniger Tage folgenlos aus. Wird die Infektion nicht rechtzeitig behandelt, kann sie sich auf umliegende Organe ausbreiten und zu einer ernsteren Beckenentzündung führen, weshalb eine frühzeitige ärztliche Abklärung bei entsprechenden Beschwerden wichtig ist.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wann tritt eine Endometritis am häufigsten auf?
Am häufigsten nach einer Geburt oder Fehlgeburt, wenn Bakterien in die verletzte Gebärmutterschleimhaut aufsteigen können.
Wie wird die Erkrankung behandelt?
Mit einer gezielten Antibiotikabehandlung, die je nach Schwere oral oder über die Vene gegeben wird.
Was kann bei einem verbliebenen Plazentarest notwendig werden?
Eine operative Entfernung des Plazentarests, um die zugrunde liegende Ursache der Entzündung zu beheben.
Was passiert bei unbehandelter Endometritis?
Die Infektion kann sich auf umliegende Organe ausbreiten und zu einer ernsteren Beckenentzündung führen.
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