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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Diphyllobothriose (Fischbandwurmbefall)

Die Diphyllobothriose ist ein Befall des Darms mit dem Fischbandwurm, der zu den größten menschlichen Parasiten zählt und mehrere Meter lang werden kann. Die Ansteckung erfolgt durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Süßwasserfisch, in dem sich die Larven des Wurms befinden.

Ursachen

Menschen infizieren sich durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Süßwasserfisch wie Hecht, Barsch oder Lachs, der die infektiösen Larven des Fischbandwurms enthält. Traditionelle Rohfischgerichte in bestimmten Regionen erhöhen das Ansteckungsrisiko.

Symptome

Die meisten Betroffenen bleiben lange beschwerdefrei oder zeigen nur milde Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall. Bei langanhaltendem Befall kann der Wurm dem Körper Vitamin B12 entziehen und dadurch eine Blutarmut verursachen, die sich durch Müdigkeit und Blässe bemerkbar macht.

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Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis von Wurmeiern oder Bandwurmgliedern im Stuhl. Bei Verdacht auf eine begleitende Vitamin-B12-Mangelblutarmut werden zusätzlich die entsprechenden Blutwerte bestimmt.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit einem einmalig eingenommenen, wurmabtötenden Medikament, das den Bandwurm zuverlässig beseitigt. Bei nachgewiesenem Vitamin-B12-Mangel wird dieser zusätzlich ausgeglichen.

Verlauf und Prognose

Nach erfolgreicher Behandlung heilt die Diphyllobothriose folgenlos aus. Eine begleitende Blutarmut bessert sich nach Beseitigung des Wurms und Ausgleich des Vitamin-B12-Mangels innerhalb weniger Wochen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie steckt man sich mit dem Fischbandwurm an?

Durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Süßwasserfisch.

Warum kann der Befall zu einer Blutarmut führen?

Weil der Wurm dem Körper Vitamin B12 entzieht, das für die Blutbildung benötigt wird.

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Mit einem einmalig eingenommenen, wurmabtötenden Medikament.

Wie kann man sich schützen?

Durch ausreichendes Erhitzen oder tiefes Einfrieren von Süßwasserfisch vor dem Verzehr.

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