Tinea barbae (Bartflechte)
Die Tinea barbae, umgangssprachlich Bartflechte genannt, ist eine Pilzinfektion der behaarten Gesichtsregion bei Männern, die im Unterschied zu vielen anderen Hautpilzinfektionen oft mit einer ausgeprägten Entzündungsreaktion einhergeht. Sie wird häufig von Tieren übertragen und kann zu deutlich sichtbaren, teils schmerzhaften Hautveränderungen führen.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Verursacht wird die Tinea barbae meist durch Pilzarten, die ursprünglich Tiere wie Rinder oder Pferde befallen und beim Kontakt auf den Menschen übertragen werden, seltener erfolgt die Ansteckung von Mensch zu Mensch. Landwirtschaftliche Tätigkeit oder enger Tierkontakt erhöhen das Risiko.
Symptome
Typisch sind gerötete, entzündete, teils knotige oder eitrige Hautveränderungen im Bartbereich, begleitet von einem Abbrechen oder Ausfallen der Barthaare im betroffenen Areal. Die ausgeprägte Entzündungsreaktion kann von Schmerzen und geschwollenen Lymphknoten begleitet sein.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich auf das klinische Bild sowie eine mikroskopische und kulturelle Untersuchung von Haar- und Hautproben, um den auslösenden Pilz zu identifizieren. Die Abgrenzung zu einer bakteriellen Follikelentzündung ist wichtig für die richtige Behandlung.
Behandlung
Da die Pilze bei der Tinea barbae auch die Haarwurzeln befallen, ist eine innerlich eingenommene, gegen Pilze gerichtete Behandlung über mehrere Wochen erforderlich, ergänzt durch äußerliche, entzündungshemmende Maßnahmen. Betroffene Barthaare sollten während der Behandlung möglichst nicht rasiert werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden.
Verlauf und Prognose
Mit konsequenter Behandlung heilt die Tinea barbae in aller Regel folgenlos aus, die Barthaare wachsen im betroffenen Bereich wieder nach. Unbehandelt kann die ausgeprägte Entzündung in seltenen Fällen zu vernarbendem Haarausfall führen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Woher stammt die Ansteckung meist?
Häufig von Tieren wie Rindern oder Pferden, seltener von Mensch zu Mensch.
Warum verläuft die Tinea barbae oft entzündlicher als andere Hautpilzinfektionen?
Weil die auslösenden Pilzarten häufig eine stärkere Immunreaktion der Haut hervorrufen.
Sollte man sich während der Behandlung rasieren?
Nein, betroffene Bereiche sollten möglichst nicht rasiert werden, um eine Ausbreitung der Infektion zu vermeiden.
Wachsen die Barthaare nach der Behandlung wieder nach?
Bei rechtzeitiger Behandlung in der Regel ja.
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