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Hals, Nase & Ohren

Chronische Myringitis

Die chronische Myringitis bezeichnet eine langwierige, über Monate bis Jahre anhaltende oder wiederkehrende Entzündung des Trommelfells, die sich durch anhaltenden Juckreiz, eine feine Schuppung sowie gelegentlich einen dünnflüssigen Ausfluss aus dem betroffenen Ohr äußert und häufig gemeinsam mit einer chronisch bestehenden Entzündung des äußeren Gehörgangs auftritt. Im Unterschied zur akuten Myringitis, die meist im Rahmen einer vorausgegangenen Infektion der oberen Atemwege plötzlich auftritt und rasch wieder abklingt, ist die chronische Verlaufsform durch einen anhaltenden, häufig therapieresistenten Verlauf gekennzeichnet, der für die Betroffenen mit langwierigem Beschwerdedruck sowie wiederholten Arztbesuchen verbunden sein kann. Die genaue Ursache der chronischen Myringitis ist häufig multifaktoriell und steht in vielen Fällen im Zusammenhang mit einer chronischen Reizung oder Infektion der umliegenden Gehörgangshaut.

Ursachen

Die chronische Myringitis entsteht überwiegend durch eine anhaltende bakterielle oder pilzbedingte Besiedelung der äußeren Trommelfellschicht, die durch eine chronische Reizung der umliegenden Gehörgangshaut, etwa im Rahmen einer chronischen Gehörgangsentzündung, zusätzlich begünstigt wird. Eine übermäßige Feuchtigkeit im Gehörgang, etwa durch häufiges Schwimmen oder eine gestörte natürliche Selbstreinigung des Gehörgangs, schafft ein für die anhaltende Besiedelung mit Bakterien oder Pilzen günstiges Milieu und begünstigt dadurch die Entstehung sowie das Fortbestehen der chronischen Entzündung. Bei einem Teil der Betroffenen begünstigt zudem eine wiederholte mechanische Reizung des Gehörgangs, etwa durch häufiges Kratzen oder die Verwendung von Wattestäbchen, die Entstehung sowie Aufrechterhaltung der chronischen Entzündungsreaktion.

Symptome

Die chronische Myringitis äußert sich durch einen anhaltenden, oft als quälend empfundenen Juckreiz im betroffenen Ohr, der von einer feinen, weißlichen Schuppung der Trommelfelloberfläche sowie gelegentlich einem dünnflüssigen, meist geruchlosen Ausfluss begleitet wird. Ein spürbarer Hörverlust besteht bei den meisten Betroffenen allenfalls in geringem Ausmaß, da die eigentliche Schwingungsfähigkeit des Trommelfells durch die oberflächliche Entzündung in aller Regel nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Die Beschwerden bestehen typischerweise über Wochen bis Monate mit wechselnder Intensität und neigen dazu, nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung im Verlauf erneut aufzutreten, was für viele Betroffene mit erheblichem Leidensdruck verbunden ist.

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Diagnostik

Die Diagnose der chronischen Myringitis wird durch eine mikroskopische Untersuchung des betroffenen Trommelfells gestellt, bei der sich die charakteristische, langanhaltende Rötung, Schuppung sowie Verdickung der äußeren Trommelfellschicht zeigt. Ein Abstrich der betroffenen Trommelfelloberfläche zur gezielten Erreger- sowie Pilzbestimmung wird bei therapieresistenten oder wiederholt auftretenden Verläufen empfohlen, um die Behandlung gezielt auf den tatsächlich vorliegenden Erreger auszurichten. Eine begleitende Untersuchung des umliegenden Gehörgangs auf Anzeichen einer chronischen Gehörgangsentzündung ist von Bedeutung, da beide Erkrankungen häufig gemeinsam auftreten und sich in ihrem Verlauf gegenseitig begünstigen können.

Behandlung

Die Behandlung der chronischen Myringitis erfolgt in erster Linie durch eine sorgfältige, regelmäßige Reinigung des betroffenen Gehörgangs sowie der Trommelfelloberfläche unter mikroskopischer Sicht, um abgestorbene Hautschuppen sowie angesammeltes Sekret zu entfernen und dadurch die Voraussetzung für ein Abheilen der Entzündung zu schaffen. Je nach dem bei der Erregerbestimmung nachgewiesenen Keim werden gezielt örtlich wirksame, antibakterielle oder pilzabtötende Ohrentropfen eingesetzt, deren Anwendung über einen ausreichend langen Zeitraum konsequent fortgeführt werden sollte, um ein vorzeitiges Wiederaufflammen der Entzündung zu vermeiden. Betroffene werden zudem angehalten, den Gehörgang möglichst trocken zu halten sowie auf mechanische Reizungen, etwa durch Wattestäbchen, zu verzichten, um die Abheilung zusätzlich zu unterstützen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der chronischen Myringitis ist bei konsequenter Durchführung der empfohlenen Reinigungs- sowie medikamentösen Behandlungsmaßnahmen insgesamt günstig, wobei die Beschwerden bei vielen Betroffenen deutlich gelindert werden können, auch wenn ein vollständiges, dauerhaftes Verschwinden der Entzündungsneigung nicht bei allen Betroffenen erreicht wird. Ein wiederholtes Auftreten der Beschwerden nach zunächst erfolgreicher Behandlung ist nicht selten, insbesondere wenn begünstigende Faktoren wie eine übermäßige Feuchtigkeit im Gehörgang oder eine mechanische Reizung nicht dauerhaft vermieden werden. Eine langfristige, konsequente Gehörgangspflege sowie regelmäßige fachärztliche Verlaufskontrollen werden bei chronisch-wiederkehrendem Verlauf empfohlen, um erneute Beschwerdeschübe frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch unterscheidet sich die chronische von der akuten Myringitis?

Durch einen anhaltenden, über Monate bis Jahre bestehenden oder wiederkehrenden statt einen plötzlich auftretenden, rasch abklingenden Verlauf.

Beeinträchtigt die Erkrankung das Hörvermögen deutlich?

Nein, ein spürbarer Hörverlust besteht bei den meisten Betroffenen allenfalls in geringem Ausmaß.

Was begünstigt die Entstehung der Erkrankung?

Insbesondere eine übermäßige Feuchtigkeit im Gehörgang sowie eine chronische Gehörgangsentzündung.

Wie wird die Erkrankung in erster Linie behandelt?

Durch eine sorgfältige mikroskopische Reinigung sowie gezielt eingesetzte örtliche Ohrentropfen.

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