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Augen & Sehkraft

Chronische Entzündung der Tränenwege

Die chronische Entzündung der Tränenwege ist eine über einen langen Zeitraum bestehende oder wiederholt auftretende Entzündung der ableitenden Tränenwege, die für den Abfluss der Tränenflüssigkeit vom Auge in die Nasenhöhle verantwortlich sind. Am häufigsten liegt der chronischen Entzündung eine Verengung oder ein Verschluss der Tränenwege, meist im Bereich des Tränen-Nasen-Kanals, zugrunde, wodurch die Tränenflüssigkeit nicht mehr ungehindert abfließen kann und sich staut. Dieser Rückstau begünstigt das Wachstum von Bakterien im Tränensack und führt zu einer anhaltenden oder immer wiederkehrenden Entzündung, die sich meist durch einen ständigen Tränenfluss sowie gelegentliche akute Entzündungsschübe bemerkbar macht.

Ursachen

Die chronische Entzündung der Tränenwege entsteht meist als Folge einer Verengung oder eines Verschlusses der ableitenden Tränenwege, häufig im Bereich des Tränen-Nasen-Kanals. Diese Verengung kann durch altersbedingte Veränderungen des Gewebes, durch vorausgegangene Entzündungen, Verletzungen oder Voroperationen im Bereich der Nase und Nasennebenhöhlen sowie durch anatomische Besonderheiten entstehen. Der dadurch entstehende Rückstau der Tränenflüssigkeit im Tränensack begünstigt das Wachstum von Bakterien, die eine anhaltende oder immer wiederkehrende Entzündungsreaktion hervorrufen. Frauen sind aufgrund anatomischer Besonderheiten der Tränenwege insgesamt häufiger betroffen als Männer, und das Risiko steigt mit zunehmendem Alter an.

Symptome

Das führende Symptom der chronischen Entzündung der Tränenwege ist ein anhaltender, oft belastender Tränenfluss, der durch den gestörten Abfluss der Tränenflüssigkeit bedingt ist. Viele Betroffene bemerken zudem einen Druck- oder Spannungsschmerz im Bereich des inneren Augenwinkels, wo sich der Tränensack befindet, sowie gelegentlich eine leichte Schwellung in diesem Bereich. Bei Druck auf den Tränensack kann sich schleimig-eitriges Sekret aus den Tränenpünktchen entleeren, was auf die zugrunde liegende bakterielle Besiedlung hinweist. In akuten Entzündungsschüben können zusätzlich eine deutliche Rötung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit im Bereich des Tränensacks auftreten, die einer zeitnahen Behandlung bedürfen.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung, bei der die charakteristischen Beschwerden sowie ein möglicher Sekretaustritt bei Druck auf den Tränensack erfasst werden. Zur genaueren Beurteilung der Durchgängigkeit der Tränenwege kann eine Spülung der Tränenwege mit steriler Flüssigkeit durchgeführt werden, die Aufschluss über das Ausmaß und die Lokalisation einer möglichen Verengung gibt. In manchen Fällen wird ergänzend eine bildgebende Untersuchung der Tränenwege eingesetzt, um die genaue Ursache und Lokalisation der Abflussstörung darzustellen und die Behandlung entsprechend zu planen.

Behandlung

Die Behandlung der chronischen Entzündung der Tränenwege richtet sich nach dem Ausmaß der zugrunde liegenden Verengung. Bei leichteren Formen können regelmäßige Spülungen der Tränenwege sowie eine gezielte antibiotische Behandlung bei akuten Entzündungsschüben zur Beschwerdelinderung beitragen. Bei ausgeprägterer oder dauerhafter Verengung der Tränenwege ist häufig ein operativer Eingriff notwendig, bei dem ein neuer, direkter Abflussweg zwischen Tränensack und Nasenhöhle geschaffen wird, um den gestörten Tränenabfluss dauerhaft zu beheben. Dieser Eingriff gilt als sehr wirksam zur Behebung der zugrunde liegenden Abflussstörung und der damit verbundenen chronischen Entzündung.

Verlauf und Prognose

Ohne Behandlung neigt die chronische Entzündung der Tränenwege dazu, über lange Zeit bestehen zu bleiben, mit immer wiederkehrenden akuten Entzündungsschüben und anhaltendem, belastendem Tränenfluss. Mit einer gezielten operativen Behandlung der zugrunde liegenden Verengung lässt sich die Erkrankung in den meisten Fällen dauerhaft beheben, und die überwiegende Mehrheit der operierten Personen erreicht eine deutliche Besserung oder vollständige Beschwerdefreiheit. Bei leichteren Formen kann eine konservative Behandlung mit regelmäßigen Spülungen ausreichend sein, wobei das Risiko für erneute Entzündungsschübe hierbei im Vergleich zur operativen Behandlung höher bleibt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum tränt das Auge bei dieser Erkrankung ständig?

Eine Verengung der ableitenden Tränenwege verhindert den normalen Abfluss der Tränenflüssigkeit, sodass diese über den Lidrand nach außen abfließt, statt in die Nasenhöhle zu gelangen.

Ist ein operativer Eingriff immer notwendig?

Bei leichteren Formen können Spülungen und antibiotische Behandlung ausreichend sein, bei ausgeprägter oder dauerhafter Verengung wird jedoch häufig eine operative Behandlung empfohlen.

Warum sind Frauen häufiger betroffen?

Anatomische Besonderheiten der Tränenwege bei Frauen begünstigen das Auftreten von Verengungen, weshalb Frauen insgesamt häufiger betroffen sind als Männer.

Wie wirksam ist die operative Behandlung?

Der operative Eingriff zur Schaffung eines neuen Abflussweges gilt als sehr wirksam, die überwiegende Mehrheit der operierten Personen erreicht eine deutliche Besserung oder vollständige Beschwerdefreiheit.

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