Bipolare Störung
Die bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung, bei der sich ausgeprägte manische oder hypomanische Phasen mit depressiven Episoden abwechseln. Zwischen den Episoden können Betroffene über längere Zeit weitgehend beschwerdefrei sein.
Manische und hypomanische Episoden
In einer manischen Episode zeigen Betroffene stark gehobene oder gereizte Stimmung, vermindertes Schlafbedürfnis, gesteigerten Antrieb, Selbstüberschätzung sowie mitunter riskantes Verhalten wie unüberlegte Ausgaben — eine hypomanische Episode zeigt ähnliche, aber abgeschwächte Symptome ohne so starke Beeinträchtigung des Alltags.
Depressive Episoden
In depressiven Phasen treten Symptome wie bei einer gewöhnlichen Depression auf: Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung — der Wechsel zwischen diesen gegensätzlichen Zuständen ist charakteristisch für die Erkrankung.
Warum die Diagnose oft Zeit braucht
Da viele Betroffene zunächst wegen einer depressiven Episode ärztliche Hilfe suchen und manische oder hypomanische Phasen mitunter als positive, leistungsfähige Zeit erlebt und nicht als Symptom erkannt werden, vergehen bis zur korrekten Diagnose oft mehrere Jahre.
Warum unbehandelte Manie riskant sein kann
In einer ausgeprägten manischen Episode können impulsive Entscheidungen, riskantes Verhalten oder mangelndes Krankheitsgefühl zu erheblichen finanziellen, sozialen oder gesundheitlichen Folgen führen, weshalb in schweren Fällen auch eine stationäre Behandlung notwendig werden kann.
Behandlung
Die Behandlung besteht meist aus einer langfristigen medikamentösen Stimmungsstabilisierung in Kombination mit Psychotherapie — Ziel ist, sowohl akute Episoden zu behandeln als auch neuen Episoden vorzubeugen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen — Bipolare Störung: Symptome, Verlauf, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist eine bipolare Störung dasselbe wie normale Stimmungsschwankungen?
Nein, die Episoden sind deutlich ausgeprägter, dauern länger an und beeinträchtigen den Alltag erheblich stärker als gewöhnliche Stimmungsschwankungen.
Warum wird die Diagnose oft erst spät gestellt?
Weil manische oder hypomanische Phasen mitunter positiv erlebt und nicht als Symptom erkannt werden, während depressive Episoden oft der eigentliche Anlass für den Arztbesuch sind.
Ist eine bipolare Störung heilbar?
Sie gilt als chronische Erkrankung, ist aber mit langfristiger Behandlung gut kontrollierbar, sodass viele Betroffene über lange Zeit stabil und beschwerdearm leben.
Warum kann eine manische Episode gefährlich sein?
Weil impulsives, riskantes Verhalten in dieser Phase zu erheblichen finanziellen, sozialen oder gesundheitlichen Folgen führen kann.
Weiterlesen
Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur)
Schlüsselbeinbruch: einer der häufigsten Brüche bei Kindern und Sportlern — meist gut ohne Operation zu behandeln.
Weiterlesen →Neurologische NotfälleRiesenzellarteriitis (Arteriitis temporalis)
Riesenzellarteriitis: ein neu auftretender Kopfschmerz im höheren Alter, der das Augenlicht gefährden kann.
Weiterlesen →Weitere NotfälleThyreotoxische Krise (Schilddrüsen-Notfall)
Thyreotoxische Krise: wenn eine Schilddrüsenüberfunktion außer Kontrolle gerät — ein seltener, aber lebensbedrohlicher Notfall.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.