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Kinder & Jugendliche

Angeborene Phlebektasie

Die angeborene Phlebektasie ist eine seltene Fehlbildung, bei der eine Vene, häufig im Halsbereich, örtlich begrenzt sackartig erweitert ist. Die Erweiterung wird meist erst im Kindesalter auffällig, wenn sie sich bei Anstrengung, Husten oder Pressen sichtbar vergrößert, da der erhöhte Venendruck in diesen Momenten die geschwächte Gefäßwand stärker ausdehnt. Die Erkrankung ist in aller Regel gutartig, kann aber kosmetisch störend sein.

Ursachen

Die Fehlbildung entsteht durch eine angeborene Schwäche der Venenwand in einem begrenzten Gefäßabschnitt, deren genaue Entstehungsursache nicht vollständig geklärt ist. Am häufigsten betroffen ist die innere Drosselvene am Hals. Die meisten Fälle treten ohne erkennbare familiäre Häufung oder Begleitfehlbildungen auf, wobei sich die genaue Ursache der lokalen Wandschwäche bei den meisten Betroffenen nicht abschließend klären lässt.

Symptome

Die Erweiterung ist typischerweise in Ruhe kaum oder gar nicht sichtbar und wird erst bei erhöhtem Venendruck, etwa beim Husten, Niesen, Weinen bei Kindern oder Pressen, als weiche, prall-elastische Schwellung sichtbar, die sich anschließend wieder zurückbildet. Schmerzen bestehen meist nicht, gelegentlich kann ein leichtes Druck- oder Spannungsgefühl auftreten. Die Schwellung ist in aller Regel gutartig und beeinträchtigt die Funktion der betroffenen Vene nicht wesentlich.

Diagnostik

Die Diagnose wird durch die charakteristische, belastungsabhängige Schwellung sowie eine Ultraschalluntersuchung mit Dopplermessung gestellt, die die erweiterte Vene und den normalen Blutfluss darin zeigt. Diese Untersuchung hilft auch, andere Ursachen einer Halsschwellung, etwa eine Lymphknotenvergrößerung oder eine andere Gefäßfehlbildung, sicher auszuschließen.

Behandlung

Die meisten Fälle benötigen keine Behandlung, da die Fehlbildung gutartig ist und keine ernsten Komplikationen verursacht. Bei ausgeprägter kosmetischer Beeinträchtigung oder auf Wunsch der Familie kann eine operative Korrektur mit Verkleinerung des erweiterten Gefäßabschnitts erwogen werden, wobei diese Entscheidung sorgfältig gegen die insgesamt gute Prognose ohne Eingriff abgewogen wird.

Verlauf und Prognose

Die Prognose ist sehr gut, ernste Komplikationen wie eine Thrombosebildung oder ein Platzen der erweiterten Vene sind selten. Bei einem Teil der Kinder wird die Ausprägung im Laufe des Wachstums weniger auffällig, bei anderen bleibt sie über das gesamte Leben im Wesentlichen unverändert bestehen, ohne die Gesundheit zu beeinträchtigen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist eine angeborene Phlebektasie gefährlich?

In aller Regel nicht, sie ist eine gutartige Fehlbildung ohne ernste gesundheitliche Folgen, kann aber kosmetisch auffallen.

Warum sieht man die Schwellung nicht immer?

Weil sie sich erst bei erhöhtem Druck in der Vene, etwa beim Husten, Weinen oder Pressen, sichtbar ausdehnt und sich danach wieder zurückbildet.

Muss die Fehlbildung operiert werden?

Meist nicht, eine Operation wird nur bei ausgeprägter kosmetischer Beeinträchtigung oder auf ausdrücklichen Wunsch erwogen.

Wächst sich die Auffälligkeit mit der Zeit aus?

Bei einem Teil der Kinder wird sie im Laufe des Wachstums weniger sichtbar, bei anderen bleibt sie unverändert bestehen, ohne die Gesundheit zu beeinträchtigen.

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