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Verdauung & Magen-Darm

Analspasmus

Der Analspasmus bezeichnet eine unwillkürliche, krampfartige Anspannung des inneren oder äußeren Schließmuskels rund um den After, die zu teils erheblichen, anfallsartigen Schmerzen im Enddarmbereich führen kann. Diese Muskelverkrampfung tritt häufig als Begleiterscheinung einer örtlichen Reizung, insbesondere im Rahmen einer Analfissur oder einer Hämorrhoidenerkrankung, auf, kann jedoch auch ohne erkennbare organische Ursache eigenständig bestehen. Ein Analspasmus kann sowohl nur wenige Sekunden bis Minuten andauern als auch über längere Zeit anhalten, wobei die betroffene Person die Schmerzen oft als äußerst belastend empfindet.

Ursachen

Der Analspasmus entsteht am häufigsten als Reaktion auf eine örtliche Reizung oder Verletzung im Afterbereich, insbesondere im Rahmen einer schmerzhaften Analfissur, bei der der Schließmuskel reflexartig verkrampft, um den betroffenen Bereich vor weiterer Belastung zu schützen. Auch eine Hämorrhoidenerkrankung, eine örtliche Entzündung oder ein vorausgegangener chirurgischer Eingriff im Afterbereich können einen Analspasmus auslösen. Bei einem Teil der Betroffenen lässt sich keine eindeutige organische Ursache finden, wobei psychische Anspannung sowie Stress als begünstigende Faktoren diskutiert werden.

Symptome

Der Analspasmus äußert sich durch plötzlich einsetzende, krampfartige, teils sehr heftige Schmerzen im Bereich des Afters, die anfallsartig auftreten sowie meist nach einigen Minuten von selbst wieder abklingen. Die Schmerzattacken können sowohl tagsüber als auch nachts auftreten sowie den Schlaf der betroffenen Person erheblich stören. Zwischen den einzelnen Schmerzattacken besteht in aller Regel vollständige Beschwerdefreiheit, wobei eine begleitende Analfissur oder Hämorrhoidenerkrankung zusätzliche, anhaltendere Beschwerden verursachen kann.

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Diagnostik

Die Diagnose des Analspasmus wird durch eine sorgfältige Befragung nach dem charakteristischen, anfallsartigen Beschwerdemuster sowie eine körperliche Untersuchung des Afterbereichs gestellt, bei der insbesondere nach einer zugrunde liegenden Analfissur, Hämorrhoidenerkrankung oder anderen örtlichen Ursache gesucht wird. Eine Messung des Schließmuskeldrucks kann in ausgewählten Fällen zusätzliche Informationen liefern. Andere, ernsthaftere Ursachen für anhaltende Schmerzen im Enddarmbereich werden im Rahmen der Untersuchung sorgfältig ausgeschlossen.

Behandlung

Die Behandlung des Analspasmus richtet sich in erster Linie nach einer eventuell zugrunde liegenden Ursache, wobei eine begleitende Analfissur oder Hämorrhoidenerkrankung gezielt mitbehandelt wird. Warme Sitzbäder können die akute Muskelverkrampfung lindern, während bei häufig wiederkehrenden, ausgeprägten Beschwerden muskelentspannende Salben oder in ausgewählten Fällen eine gezielte medikamentöse Entspannung des Schließmuskels erwogen werden können. Eine Vermeidung begünstigender Faktoren, insbesondere von Verstopfung sowie starkem Pressen beim Stuhlgang, unterstützt die Behandlung zusätzlich.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Analspasmus ist bei erfolgreicher Behandlung einer zugrunde liegenden Ursache gut, wobei die krampfartigen Schmerzattacken bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen deutlich seltener werden oder vollständig abklingen. Ein Analspasmus ohne erkennbare organische Ursache kann dagegen über längere Zeit in wiederkehrenden Episoden bestehen bleiben, wobei die einzelnen Attacken selbst keine ernsthafte gesundheitliche Gefahr darstellen. Eine gezielte ärztliche Abklärung wird bei anhaltenden oder sich verändernden Beschwerden empfohlen, um eine zugrunde liegende, behandlungsbedürftige Ursache sicher zu erfassen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein Analspasmus?

Eine unwillkürliche, krampfartige Anspannung des Schließmuskels rund um den After.

Was löst ihn häufig aus?

Eine örtliche Reizung, insbesondere im Rahmen einer Analfissur.

Wie lange dauern die Schmerzattacken meist an?

Meist nur wenige Minuten, danach klingen sie von selbst ab.

Was kann akut Linderung verschaffen?

Warme Sitzbäder.

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