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Augen & Sehkraft

Ablatio chorioideae

Die Ablatio chorioideae bezeichnet eine Abhebung der Aderhaut von der darunterliegenden Lederhaut, mit der sie normalerweise fest verbunden ist. Diese Abhebung entsteht durch eine Ansammlung von Flüssigkeit oder Blut im schmalen Zwischenraum zwischen beiden Gewebeschichten und tritt am häufigsten als Komplikation nach Augenoperationen sowie im Zusammenhang mit einem stark erniedrigten Augeninnendruck auf. Im Unterschied zur Netzhautablösung, bei der sich die innere Netzhautschicht von der darunterliegenden Gewebeschicht löst, betrifft die Ablatio chorioideae die mittlere Augenhaut, wobei beide Zustände in bestimmten Situationen auch gemeinsam auftreten können, insbesondere bei ausgeprägten postoperativen Komplikationen.

Ursachen

Die häufigste Ursache der Ablatio chorioideae ist eine Komplikation nach einer Augenoperation, insbesondere wenn es während oder nach dem Eingriff zu einem deutlichen, anhaltenden Abfall des Augeninnendrucks kommt, wodurch sich Flüssigkeit aus den Blutgefäßen der Aderhaut vermehrt in den Zwischenraum zur Lederhaut absondern kann. Auch eine übermäßige Filterung des Kammerwassers nach bestimmten drucksenkenden Operationen bei Glaukom kann zu diesem erniedrigten Augeninnendruck und in der Folge zu einer Ablatio chorioideae führen. Seltener können Verletzungen des Auges, ausgeprägte Entzündungen im Augeninneren oder bestimmte Tumoren im Bereich der Aderhaut eine Ablatio chorioideae verursachen.

Symptome

Die Symptomatik der Ablatio chorioideae hängt vom Ausmaß der Abhebung ab. Bei geringerer Ausprägung können die Beschwerden gering ausfallen und sich vor allem in einer leichten Sehverschlechterung äußern. Bei ausgeprägterer Abhebung, insbesondere wenn mehrere Bereiche der Aderhaut betroffen sind, kann es zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Sehschärfe sowie zu einem tastbar erniedrigten, weichen Augapfel kommen, der auf den stark erniedrigten Augeninnendruck zurückzuführen ist. Häufig bestehen begleitend Symptome der zugrunde liegenden Ursache, etwa im Rahmen der postoperativen Nachsorge nach einem Augeneingriff, wobei die betroffene Person selbst die Abhebung der Aderhaut nicht direkt bemerken kann, da diese nur durch eine augenärztliche Untersuchung sichtbar wird.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung des Augenhintergrunds, bei der die charakteristische Abhebung der Aderhaut sichtbar wird, sowie durch eine Messung des Augeninnendrucks, der bei dieser Erkrankung typischerweise deutlich erniedrigt ist. Eine Ultraschalluntersuchung des Auges kann ergänzend eingesetzt werden, um das Ausmaß der Abhebung sowie eine mögliche Beteiligung von Blut im Abhebungsraum genauer zu beurteilen, insbesondere wenn der Augenhintergrund aufgrund von Trübungen nicht vollständig einsehbar ist. Eine sorgfältige Anamnese zu vorausgegangenen Augenoperationen oder Verletzungen ist wichtiger Bestandteil der Abklärung.

Behandlung

Die Behandlung der Ablatio chorioideae richtet sich nach deren Ausmaß und zugrunde liegender Ursache. Bei geringerer Ausprägung, insbesondere im Rahmen der postoperativen Nachsorge, kann eine abwartende Haltung mit regelmäßigen Kontrollen ausreichend sein, da sich die Abhebung häufig zurückbildet, sobald sich der Augeninnendruck normalisiert. Entzündungshemmende Augentropfen können unterstützend eingesetzt werden. Bei ausgeprägterer, anhaltender Abhebung, insbesondere bei Beteiligung von Blut im Abhebungsraum, kann ein operativer Eingriff notwendig werden, bei dem die angesammelte Flüssigkeit oder das Blut gezielt abgeleitet wird, um die Aderhaut wieder an ihre normale Position anzulegen.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf der Ablatio chorioideae ist bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung der zugrunde liegenden Ursache meist günstig, insbesondere leichtere, postoperativ auftretende Formen bilden sich häufig innerhalb weniger Wochen von selbst zurück, sobald sich der Augeninnendruck normalisiert hat. Bei ausgeprägteren oder anhaltenden Formen, insbesondere mit Blutbeteiligung, ist eine operative Behandlung häufig notwendig, um eine dauerhafte Schädigung des Auges zu vermeiden. Eine engmaschige augenärztliche Nachsorge, insbesondere nach Augenoperationen mit dem Risiko eines erniedrigten Augeninnendrucks, ist wichtig, um eine Ablatio chorioideae frühzeitig zu erkennen und angemessen zu behandeln.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum tritt diese Erkrankung häufig nach Augenoperationen auf?

Ein deutlicher, anhaltender Abfall des Augeninnendrucks während oder nach einer Operation begünstigt die vermehrte Flüssigkeitsansammlung im Zwischenraum zwischen Aderhaut und Lederhaut.

Bemerken Betroffene die Abhebung selbst?

Nicht direkt, die Abhebung wird nur durch eine augenärztliche Untersuchung sichtbar, Betroffene bemerken allenfalls eine begleitende Sehverschlechterung.

Bildet sich die Abhebung von selbst zurück?

Leichtere, postoperativ auftretende Formen bilden sich häufig innerhalb weniger Wochen von selbst zurück, sobald sich der Augeninnendruck normalisiert.

Wann ist eine operative Behandlung notwendig?

Bei ausgeprägterer oder anhaltender Abhebung, insbesondere mit Blutbeteiligung, kann ein operativer Eingriff zur gezielten Ableitung der angesammelten Flüssigkeit notwendig werden.

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