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Augen & Sehkraft

Zyste der Iris, des Ziliarkörpers und der Vorderkammer

Eine Zyste der Iris, des Ziliarkörpers und der Vorderkammer ist ein flüssigkeitsgefüllter, abgegrenzter Hohlraum, der sich in einer dieser eng miteinander verbundenen Strukturen im vorderen Augenabschnitt bilden kann. Solche Zysten können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln, wobei sie in den meisten Fällen gutartig sind und langsam wachsen oder über lange Zeit in ihrer Größe unverändert bleiben. Viele dieser Zysten verursachen keine Beschwerden und werden zufällig im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung entdeckt, wobei größere oder ungünstig gelegene Zysten in selteneren Fällen zu funktionellen Beeinträchtigungen führen können.

Ursachen

Zysten der Iris, des Ziliarkörpers und der Vorderkammer können unterschiedliche Ursachen haben. Angeborene Zysten entstehen durch eine fehlerhafte Entwicklung des embryonalen Gewebes dieser Augenstrukturen während der Schwangerschaft. Erworbene Zysten können sich im Laufe des Lebens infolge von Verletzungen des Auges, nach Augenoperationen oder im Zusammenhang mit bestimmten Medikamenten entwickeln, die lokal auf das Gewebe der Iris einwirken. In selteneren Fällen können Zysten auch spontan ohne erkennbare vorausgehende Ursache auftreten. Die genaue Lokalisation der Zyste, ob im Bereich der Iris, des Ziliarkörpers oder der Vorderkammer, hängt vom Ursprung des jeweiligen zugrunde liegenden Prozesses ab.

Symptome

Die meisten Zysten dieser Region verursachen keine direkten Beschwerden und werden als Zufallsbefund im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung mit der Spaltlampe entdeckt. Bei größeren Zysten oder solchen in ungünstiger Lage können jedoch funktionelle Beeinträchtigungen auftreten, etwa eine sichtbare Verformung der Pupille, eine Beeinträchtigung der Sehschärfe durch mechanischen Druck auf umliegende Strukturen oder in seltenen Fällen eine Erhöhung des Augeninnendrucks, wenn die Zyste den Abfluss des Kammerwassers behindert. Manche Betroffene bemerken eine sichtbare Veränderung der Irisstruktur, wenn die Zyste oberflächlich genug liegt, um von außen erkennbar zu sein.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung mit der Spaltlampe, die eine genaue Beurteilung von Lage, Größe und Ausdehnung der Zyste ermöglicht. Bei tiefer liegenden oder größeren Zysten kann eine spezialisierte bildgebende Untersuchung des vorderen Augenabschnitts, etwa mittels Ultraschall-Biomikroskopie, eingesetzt werden, um die genaue Struktur der Zyste sowie ihre Beziehung zu umliegenden Geweben darzustellen. Eine Messung des Augeninnendrucks ist wichtiger Bestandteil der Untersuchung, um mögliche funktionelle Auswirkungen der Zyste auf den Kammerwasserabfluss zu erfassen. Regelmäßige Verlaufskontrollen dienen der Beobachtung einer möglichen Größenzunahme.

Behandlung

Kleine, beschwerdefreie Zysten der Iris, des Ziliarkörpers oder der Vorderkammer erfordern in der Regel keine Behandlung, sondern werden im Rahmen regelmäßiger augenärztlicher Kontrollen beobachtet. Bei größeren Zysten, die zu funktionellen Beeinträchtigungen führen, etwa einer erheblichen Sehverschlechterung oder einem erhöhten Augeninnendruck, kann eine Behandlung notwendig werden. Je nach Art und Lage der Zyste kommen verschiedene Verfahren infrage, etwa eine gezielte Punktion zur Entleerung der Zystenflüssigkeit oder in ausgeprägteren Fällen eine operative Entfernung der Zyste. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach der individuellen Situation und wird durch spezialisierte augenärztliche Fachkräfte festgelegt.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf von Zysten der Iris, des Ziliarkörpers und der Vorderkammer ist bei den meisten Betroffenen sehr günstig, viele Zysten bleiben über Jahre stabil in ihrer Größe oder wachsen nur sehr langsam, ohne funktionelle Beschwerden zu verursachen. Regelmäßige augenärztliche Kontrolluntersuchungen ermöglichen es, ein mögliches Wachstum frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig eine Behandlung einzuleiten. Nach einer notwendigen Behandlung größerer oder funktionell beeinträchtigender Zysten ist die Prognose in der Regel gut, wobei die Sehfunktion in den meisten Fällen erhalten werden kann oder sich nach der Behandlung deutlich verbessert.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Sind Zysten der Iris gefährlich?

In den meisten Fällen sind diese Zysten gutartig und verursachen keine Beschwerden; nur größere oder ungünstig gelegene Zysten können in seltenen Fällen funktionelle Beeinträchtigungen verursachen.

Muss jede entdeckte Zyste behandelt werden?

Nein, kleine, beschwerdefreie Zysten werden in der Regel lediglich im Rahmen regelmäßiger Kontrollen beobachtet, ohne dass eine aktive Behandlung notwendig ist.

Können diese Zysten angeboren sein?

Ja, ein Teil der Zysten entsteht durch eine fehlerhafte Entwicklung des embryonalen Gewebes während der Schwangerschaft und ist somit bereits bei Geburt angelegt.

Welche Behandlung kommt bei größeren Zysten infrage?

Je nach Situation kann eine gezielte Punktion zur Entleerung oder eine operative Entfernung der Zyste infrage kommen, die individuelle Entscheidung trifft die augenärztliche Fachkraft.

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