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Kinder & Jugendliche

Suizidalität im Kindes- und Jugendalter

Suizidalität im Kindes- und Jugendalter umfasst das Spektrum von Gedanken an den eigenen Tod über konkrete Suizidvorstellungen bis hin zu suizidalen Handlungen. Sie ist ein ernstzunehmendes Zeichen einer erheblichen seelischen Belastung, das in jedem Fall zeitnahe fachliche Aufmerksamkeit erfordert, unabhängig davon, wie ausgeprägt die Gedanken erscheinen.

Ursachen

Suizidalität entsteht meist im Zusammenspiel mehrerer Belastungsfaktoren wie einer zugrunde liegenden psychischen Erkrankung, etwa einer Depression, familiären oder schulischen Konflikten, Mobbing-Erfahrungen oder einem Verlust- oder Trennungserlebnis. Auch eine familiäre Häufung psychischer Erkrankungen kann das Risiko erhöhen.

Symptome

Warnzeichen können ein sozialer Rückzug, eine plötzliche Verhaltensänderung, das Verschenken persönlicher Gegenstände, das offene oder verdeckte Äußern von Gedanken an den Tod oder eine ausgeprägte Hoffnungslosigkeit sein. Auch scheinbar plötzliche Ruhe nach einer Krise kann in manchen Fällen ein Warnzeichen sein.

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Diagnostik

Die Einschätzung erfolgt im einfühlsamen, direkten Gespräch, in dem Ausmaß, Konkretheit und mögliche Auslöser der suizidalen Gedanken behutsam, aber offen erfragt werden. Fachpersonen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder -psychologie beurteilen das aktuelle Risiko und den Bedarf an weiterer Behandlung.

Behandlung

Je nach Ausmaß der Gefährdung reicht die Behandlung von ambulanter psychotherapeutischer Begleitung über eine engmaschige Betreuung bis zur stationären Aufnahme in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtung bei akuter Gefährdung. Die Einbeziehung der Familie und des sozialen Umfelds ist dabei in der Regel ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Verlauf und Prognose

Mit rechtzeitiger fachlicher Unterstützung und Behandlung der zugrunde liegenden Belastung lässt sich die akute Gefährdung bei den meisten Kindern und Jugendlichen deutlich verringern. Entscheidend für eine gute Prognose ist, Warnzeichen ernst zu nehmen und frühzeitig fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, statt abzuwarten.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Sollte man ein Kind direkt auf Suizidgedanken ansprechen?

Ja, entgegen einer verbreiteten Sorge verstärkt das offene, einfühlsame Ansprechen die Gefahr nicht, sondern kann entlasten.

Wo findet man in einer akuten Krise Hilfe?

Über die Telefonseelsorge, kinder- und jugendpsychiatrische Notdienste oder, bei akuter Gefahr, über den Rettungsdienst beziehungsweise die Notaufnahme.

Sind alle Suizidgedanken gleich ernst zu nehmen?

Ja, jede Äußerung sollte ernst genommen und fachlich eingeschätzt werden, auch wenn sie zunächst nicht konkret erscheint.

Welche Rolle spielt das familiäre Umfeld in der Behandlung?

Es wird in der Regel aktiv einbezogen, da familiäre Unterstützung eine wichtige Rolle im Genesungsprozess spielt.

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