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Innere Medizin

Strahlenzystitis

Die Strahlenzystitis ist eine Entzündung der Harnblasenschleimhaut, die als Folge einer Strahlenbehandlung im Beckenbereich, etwa wegen einer Krebserkrankung der Prostata, der Gebärmutter oder des Enddarms, entsteht. Sie kann sowohl kurz nach der Bestrahlung als auch erst Jahre später auftreten.

Ursachen

Die Strahlentherapie schädigt neben dem eigentlichen Zielgewebe auch die benachbarte Harnblasenschleimhaut, deren Blutgefäße und Regenerationsfähigkeit dadurch beeinträchtigt werden. Je höher die Strahlendosis im Bereich der Blase, desto größer ist das Risiko für eine Strahlenzystitis.

Symptome

Kennzeichnend sind häufiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen sowie Blut im Urin, das von leichten Spuren bis zu stärkeren Blutungen reichen kann. Die Beschwerden können unmittelbar nach der Bestrahlung auftreten oder sich erst Monate bis Jahre später entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit vorausgegangener Beckenbestrahlung sowie eine Blasenspiegelung, die die charakteristischen Schleimhautveränderungen zeigt. Andere Ursachen für Blut im Urin, etwa ein erneutes Tumorwachstum, müssen dabei sorgfältig ausgeschlossen werden.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden und reicht von einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und blasenschonenden Medikamenten bei leichten Verläufen bis zu speziellen Blasenspülungen oder einer Behandlung mit Sauerstoffüberdruck bei stärkerer Blutung. In seltenen, schweren Fällen kann eine operative Behandlung erforderlich werden.

Verlauf und Prognose

Bei leichten Verläufen bessern sich die Beschwerden häufig mit unterstützenden Maßnahmen. Bei stärkerer Blasenschädigung kann der Verlauf langwieriger sein und wiederholte Behandlungen erfordern, wobei die meisten Betroffenen mit einer angepassten Behandlung eine deutliche Besserung erfahren.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie lange nach einer Bestrahlung kann eine Strahlenzystitis auftreten?

Sowohl kurz nach der Bestrahlung als auch erst Monate oder Jahre später.

Muss bei Blut im Urin nach einer Bestrahlung immer an eine Strahlenzystitis gedacht werden?

Ja, wobei auch andere Ursachen wie ein erneutes Tumorwachstum sorgfältig ausgeschlossen werden müssen.

Wie wird eine leichte Strahlenzystitis behandelt?

Meist mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und blasenschonenden Medikamenten.

Was hilft bei stärkerer Blutung?

Spezielle Blasenspülungen oder eine Behandlung mit Sauerstoffüberdruck, in schweren Fällen eine operative Behandlung.

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